Externally funded project outside of the University of Kassel)

Anthropocene Kitchen, Sub-project City (Anthropozänküche, Teilprojekt Stadt)


Abstract


Das Thema Anthroporzänküche basiert auf der These, das globale Prozesse mit individuellem Handeln verknüpft sind und von diesem mitgestaltet werden. Der Begriff des Anthroprozän benennt den Umstand, dass das menschliche Handeln die Erde im globalen Maßstab verändert. Dieses Wirken geht nicht auf singuläre Entscheidungen und Handlungen zurück, sondern auf der Akkumulation einer sehr großen Zahl individueller und kollektiver Entscheidung, die sich in zivilisatorischen Mustern manifestieren. Die globale Wirkungen menschlichen Handelns sind zudem i.d.R. nicht intendiert, sondern Nebenfolgen von Handlungen mit anderen Zielsetzungen. Während des Handelns werden diese Wirkungen nicht wahrgenommen, mehr noch, sie sind in herkömmlicher Weise nicht wahrnehmbar. Daraus ergibt sich das Dilemma, das relevante Handlungsfolgen für den Handelnden bei seinen Handlungsentscheidungen in konventioneller Weise nicht überschaubar sind.



Die Anthroprozänküche verbindet diese Beobachtung mit einer zentralen Ebene des menschlichen Handelns, der Ernährung. Mit ihr gestaltet der Mensch seine direkte (körperliche) stoffliche Beziehung zur Umwelt. Die Ernährung gewährleistet die Energieversorgung für den menschlichen Körpern.Die Anthroprozänküche verbindet den globalen Maßstab der Stoffflüsse (und energetischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen Beziehungen) mit dem lokalen Maßstab des Individuums. Sie benennt zugleich eine Handlungs- und Gestaltungsperspektive. Die Wirkung des individuellen Handelns auf die Umwelt sollen dem unbewussten enthoben, bewusst gemacht, reflektiert und bewusst gestaltet werden.



Das Forschunghgsprojekt Anthroprozänküche ist Teil des Exzellenscluster Bild-Wissen-Gestaltung der Humboldt-Universität Berlin. Das Teilprojekt Stadt fokussiert den Raum von Küche, Wohnung und Stadt am Beispiel Berlins.




Keywords
Anthropocene, Anthropozän, City, Climate Change, Ernärhung, Essen, Food, Nutrition, Stadt, Sustainability

Last updated on 2017-11-07 at 14:28