Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Partizipatives Design
Interaktive Gestaltung und Bewertung von Bedienoberflächen



Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 06/199205/1996


Zusammenfassung
Während der ersten Phase dieses DFG-Projektes wurden verschiedene Methoden für die Gestaltung von grafischen Bedienoberflächen der Prozeßleittechnik entwickelt. Durch den Einsatz dieser Methoden ist es möglich, Prozeßbediener in den Gestaltungsprozeß von Bedienoberflächen frühzeitig einzubeziehen. Um eine effektive Partizipation von Prozeßbedienern bei der Gestaltung ihrer Bedienoberflächen zu erreichen, waren die Durchführung einer umfassenden Aufgabenanalyse, die Beschaffung und Weiterentwicklung eines leistungsfähigen Grafikwerkzeugs (z.B. Dynavis-X) zur Erstellung von Prototypen sowie die Bewertung der realisierten Bedienoberflächen mittels Laborexperimenten notwendig. Entwickelt wurden verschiedene Bedienoberflächen mit unterschiedlichen Philosophien, wie konventionelle Prozeßvisualisierung, die überwiegend Fließdiagramme einsetzt, sowie fortgeschrittene Visualisierungstechniken (z.B. die MFM-Methode, MFM: multi-flow modelling).
In der zweiten Phase des Projektes wurde der Partizipationsaspekt mit Hypermedia-Ansätzen erweitert, um die Motivation und Qualifikation von Prozeßbedienern zu erhöhen. Diese Ziele wurden durch die Entwicklung neuartiger Visualisierungsformen technischer Prozesse, den Einsatz von qualitativen Simulationen zur Animation bereits existierender Bedienoberflächen sowie die Integration von Hypermedia-Benutzerschnittstellen in Prozeßleitsysteme erreicht.
Alle dieser während des Projektes entwickelten Methoden und Techniken sind mittels eines chemischen Prozeßsimulators bewertet und untersucht worden. Die Simulation wurde am Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik der Universität Stuttgart entwickelt.

Es werden Methoden des Bedieneroberflächenentwurfs für die Prozeßleittechnik entwickelt, bei denen die Bediener von Anfang an interaktiv in den Entwurfsprozeß eingebunden sind. Auf der Basis einer umfassenden Aufgabenanalyse soll dies zum einen durch komfortable und schnelle Entwurfswerkzeuge und zum anderen durch eine Reihe den Entwurf begleitender Bewertungsexperimente erreicht werden. Angewendet werden soll dieser Ansatz am Beispiel der Automatisierung für chemische Prozesse.



Projektleitung

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:41