Project without external funding

Untersuchung konkreter Hemmnisse des Einsatzes von SeniorTrainerInnen in verschiedenen Handlungsfeldern bürgerschaftlichen Engagements


Project Details
Project duration: 10/200412/2007


Abstract
Im Rahmen des Bundesmodellprogramm "Erfahrungswissen für Initiativen" ausgebildete SeniortrainerInnen stoßen bei der Umsetzung der von ihnen entwickelten Projekte z.T. auf Widerstände seitens der Institutionen, die als Partner vorgesehen sind. Die möglichen Ursachen dieser institutionellen Widerstände sind aus dem bisherigen Stand der Engagementforschung nicht abzuleiten. Zwar existiert eine Vielzahl empirischer Ergebnisse, die zudem im Bericht der Enquete-Kommission "Bürgerschaftliches Engagement" zusammengefasst und in Handlungsempfehlungen umgesetzt wurden. Doch sind diese Empfehlungen fast ausschließlich auf sozialpolitische, rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen bezogen. Die Mikroebene der Interaktion zwischen Freiwilligen und Institutionen wurde bisher nicht dahingehend untersucht, welche Faktoren ein Vorhaben gelingen lassen und welche ggf. zu seinem Scheitern führen. Eine exemplarische Untersuchung zu diesen Faktoren ist über das Bundesmodellprogramm "EFI" hinaus von Interesse für eine nachhalti-ge Förderung des "aktiven Alters".
Ziel der Untersuchung ist es, anhand von Einzelfallstudien zu systematisieren, welche Faktoren der Mikroebene zu einer gelingenden Interaktion zwischen Seniortrainern und potentiel-len Partnerinstitutionen beitragen und welche ein Scheitern begünstigen. Dazu werden sowohl die Erwartungen von SeniortrainerInnen und Institutionen als auch konkrete Handlungsabläufe im Kontext der Anlaufstellen in den Blick genommen. Unumgänglich ist, neben gelungenen Kooperationen auch nicht realisierte Projektideen zu untersuchen. Da es sich gerade bei den nicht zustande gekommenen Projekten um ein weitgehend unerforschtes Feld handelt, ist nach einer explorativen Vorstudie ein qualitatives Vorgehen unabdingbar, welches die Sicht der Beteiligten ohne schon vorgegebene Antwortkategorien in den Vordergrund stellt.
In der Vorstudie werden an drei Anlaufstellen mit je 3 Personen (SeniortrainerInnen, Institutionen- bzw. Initiativenvertretern und einem Vertreter der Agentur) qualitative Einzelinterviews zur Hypothesengenerierung durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Gespräche werden im Rahmen von Workshops gemeinschaftlich diskutiert und mit Hilfe der Gruppendiskussionsmethode aufgezeichnet und ausgewertet.
In der Hauptstudie erfolgen an den Standorten von fünf weiteren Anlaufstellen qualitative In-terviews mit je zwei SeniortrainerInnen und Initiativenvertretern sowie mit einem Vertreter der Agenturen.
Die Ergebnisse werden in einem dritten Workshop mehrperspektivisch unter Beteiligung von Vertretern aller EFI-Akteure daraufhin abzuwägen sein, in welcher Schwerpunktsetzung in Zukunft bei der Förderung Bürgerschaftlichen Engagements und der Einbeziehung der Ressourcen der nachwachsenden älteren Generation die Förderung des "aktiven Alters", die Aufschließung von Institutionen und die Verschränkung "gesellschaftlichen Bedarfs" und "individueller Suchbewegungen" aufeinander zu beziehen sind.

Last updated on 2017-11-07 at 14:30