Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

"Analyse und Synthese der Kulturkrise bei Musil und Mannheim" als Teilprojekt von "Kulturkrise um 1900" (Projektleitung: Prof. Dr. Johannes Wieß)


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 19951999


Zusammenfassung
Um 1900 entwickelt sich in der Literatur, die i.e.S. als 'die Moderne' bezeichnet wird, sowie in den Diskurskontexten Lebensphilosophie, Phänomenologie und Psychoanalyse das Konzept einer Beobachtung 2. Ordnung, d.h. eines Beobachters, der sich als Beobachter beobachtet (Gumbrecht). 'Kultur' ließe sich in konstruktivistischer Hinsicht als Programm der Selbstbeschreibung moderner Gesellschaften bzw. als Metadiskurs des Beobachtens von Beobachtungen, des Beschreibens von Beschreibungen kennzeichnen (Luhmann). Dieses Moment der Selbstreflexivität bzw. Perspektivität soll für den Zeitraum der 20er und 30er Jahre in den Bereichen Literatur und (Wissens-)Soziologie exemplarisch anhand der Schriften von Robert Musil und Karl Mannheim untersucht werden.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:31