Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Beanspruchung und Verformung von Gründungskonstruktionen auf Pfahlrosten und Pfahlgruppen unter Berücksichtigung des Teilsicherheitskonzeptes


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 10/200109/2005


Zusammenfassung
Die bauaufsichtliche Einführung der DIN 1054:2005-01 bedeutet neben der Einführung des Teilsicherheitskonzeptes auch die Forderung zu einer stärkeren Berücksichtigung der Beanspruchungen der aufgehenden Konstruktion über Pfahlgründungen infolge
- der ungleichmäßigen Verteilung der Pfahlwiderstände infolge der Gruppenwirkung,
- der sich einstellenden größeren Setzungen infolge der Gruppenwirkung,
- der auftretenden Setzungsdifferenzen zwischen den Pfählen oder Pfahlgruppen und
- der Berücksichtigung der Nichtlinearität des Widerstands-Setzungsverhaltens der Pfähle.
Die Forschungsarbeit war darauf ausgerichtet, eine zur DIN 1054 konforme Nachweisführung und ein entsprechendes vereinfachtes Berechnungsverfahren (Nomogrammverfahren), wel-ches derzeit der Baupraxis fehlt, aufzuzeigen. Dabei wurde sich schwerpunktmäßig auf Druckpfahlgruppen mit Bohrpfählen bezogen und andere Pfahlsysteme wurden mit einbezo-gen. Reine Zugpfahlgruppen wurden nicht behandelt.
Folgende Vorgehensweise wurde zur Realisierung des Projektes gewählt:
1. Durchführung einer umfangreichen Parameterstudie mit Berechnungen nach der Me-thode der Finiten Elemente sowie mit einem erweiterten
analytischen Berechnungsver-fahren für Pfahlgruppen.
2. Ableitung eines vereinfachten und praxisorientierten Berechnungsverfahren auf Grund-lage von Nomogrammen, welches die mittlere Setzung
der Gruppe sowie die Pfahlwi-derstandsverteilung in der Gruppe unter Berücksichtigung eines nichtlinearen Wider-stands-Setzungsverhaltens
liefert.
3. Untersuchungen zum Einfluss der Berücksichtigung der Nichtlinearität bei Pfahlrosten (keine Gruppenwirkung) auf die Beanspruchung der
aufgehenden Konstruktion.
4. Ermittlung der Beanspruchungen der aufgehenden Konstruktion infolge der Gruppen-wirkung für mehrere Beispiele mit unterschiedlichen
Randbedingungen.
Das abgeleitete Nomogrammverfahren soll in der zur Zeit in Bearbeitung befindlichen "Emp-fehlung Pfahlgründungen" des Arbeitskreis AK 2.1 "Pfähle" der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik (DGGT) Berücksichtigung finden.


Weitere Projektbeteiligte

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:31