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Auswirkungen von Transformationsprozessen auf die agro-forstwirtschaftlichen 'Jubraka' Systemen im Nuba Gebirge Sudans auf Pflanzendiversität und Nährstoffflüsse.


Project Details
Project duration: 01/200912/2011


Abstract
Im Nuba-Gebirge im zentralen Sudan hat das Ende des langwährenden Bürgerkrieges umfangreiche Transformationsprozesse ausgelöst, die unter anderem die traditionellen Agrarökosysteme dieser ursprünglich isolierten Region betreffen. Die Bauern im Nuba-Gebirge nutzen überwiegend zwei Arten von Gärten: die entfernt liegenden Felder für den Anbau von Sorghum und den Hausgarten, den sogenannten 'Jubarka', für den gemischten Anbau von Gemüse und Obstbäumen. Trotz ihrer Bedeutung als Lebensgrundlage der Bauern und für den Schutz der lokalen Agrarbiodiversität, blieben die 'Jubarkas' bisher weitesgehend unerforscht. Unbestätigten Berichten zufolge, unterliegen sie aber einem schnellen Wandel, oftmals hin zu kommerziellen Gemüsegärten, die durch den hohen Einsatz von externen Mitteln wie z.B. Mineraldünger charakterisiert sind.

Aufgrund der besonderen Struktur dieser hoch diversen Agrarwälder und der aktuellen Situation im Nuba-Gebirge bieten die 'Jubarkas' die einzigartige Gelegenheit, die Modernizierung von (sub)tropischen Agrarsystemen anhand dieses Modelsystems zu erforschen und Ziel der geplanten Untersuchung ist es daher, die Prozesse und Auswirkungen des Wandels der 'Jubarkas' zu erfassen. Mittels agronomischer, morphologischer und molekularer Methoden werden in 60 sowohl 'traditionellen' als auch 'kommerziellen' Hausgärten die Pflanzendiversität, die Nährstoffflüsse und Bewirtschaftungsparameter quantifiziert. Die relative Bedeutung einzelner Faktoren des Transformationprozesses auf die Pflanzendiversität und die Nahrungsmittelsicherheit der lokalen Bevölkerung wird anhand von multivariaten, statistischen Analysen bestimmt.

Last updated on 2017-11-07 at 14:32