Project without external funding

WORLDWATER- Globale Modellierung zur Unterstützung der World Water Commission


Project Details
Project duration: 05/199905/2001


Abstract
Zielsetzung
Das Ziel dieses Projekts war es, mit dem im Zentrum entwickelten Modell WaterGAP 2 mögliche Szenarien der Weltwassersituation für das Jahr 2025 zu erstellen. Diese Szenarien wurden für die World Commission on Water for the 21st Century entwickelt, um dieser Kommission dabei zu helfen, ihre Vision der zukünftigen weltweiten Frischwassersituation zu entwerfen. Insbesondere wurden drei konkrete Szenarien ausgearbeitet:
  • ein "Business as Usual" Szenario, in dem sparsamem Umgang mit Wasser nur eine relativ niedrige Priorität beigemessen wird;
  • ein "Free Market and Technology" Szenario, das zu verstärkten Wassersparmaßnahmen führen soll;
  • ein "Lifestyle Change" Szenario, das ebenfalls zu verstärkten Wassersparmaßnahmen führen soll.

Ergebnis
Um diese Szenarien zu generieren, wurden als Eingaben in das WaterGAP Modell Annahmen bezüglich des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums, der Ausdehnung der bewässerten Flächen in der Landwirtschaft und weiterer Aspekte gesellschaftlicher Entwicklungen herangezogen, die im Rahmen der Arbeit für die Kommission erarbeitet wurden. Auf deren Basis errechnete WaterGAP dann Trends zur Wassernutzung in den Sektoren Haushalt, Industrie und Landwirtschaft. Diese Gesamtwassernutzung wurde dann der ebenfalls im Modell berechneten erneuerbaren Wasserverfügbarkeit (Durchfluss) in über 1000 Einzugsgebieten gegenübergestellt. Aufgrund dieses Vergleichs konnte das Zentrum den Druck auf die Frischwasserressourcen in verschiedenen Teilen der Erde unter unterschiedlichen Szenarien bestimmen und kam zu folgenden Schlüssen:

  • Für das "Business as Usual" Szenario wurde eine Ausdehnung der Gebiete, die von hohem Druck auf die Wasserressourcen betroffen sind, ermittelt.
  • Im Zeitraum bis 2025 steigt die Anzahl der in solchen Gebieten lebenden Menschen von heute 2,1 auf 4 Milliarden.
  • Insbesondere in diesen Gebieten wird der Wettbewerb zwischen den Sektoren Haushalt, Industrie und Landwirtschaft um die knappen Wasserressourcen stark zunehmen.
  • Effizienzsteigernde technologische Weiterentwicklungen werden vermutlich nicht ausreichen, den durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum bedingten gesteigerten Wasserbedarf zu kompensieren.
  • Folglich sind neben technologischen Weiterentwicklungen auch grundlegende strukturelle Änderungen (z.B. eine Stromerzeugung, die ohne Wasserkühlung auskommt) vonnöten, um weitreichende Wasserknappheiten zu vermeiden.
Die Ergebnisse wurden im Bericht Nr. 2 "World Water in 2025" in der "Kassel World Water Series" veröffentlicht. Des Weiteren stellte die Kasseler Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse zusammen mit der Kommission auch auf dem Zweiten "World Water Forum" in Den Haag im März 2000 vor.

Weiterführung
Das World Water Projekt wurde mit dem Endbericht an die World Water Commission abgeschlossen. Das Zentrum ist allerdings nach wie vor damit beschäftigt, anderen Instituten Daten und Informationen über die heutige und zukünftige Weltwassersituation zur Verfügung zu stellen sowie die verschiedenen Projektergebnisse zu veröffentlichen.



Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 13:41