Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Stoffflüsse und Ressourceneffizienzen der urbanen und peri-urbanen Landwirtschaft in der Hauptstadt Khartum, Sudan.


Zusammenfassung
Die urbane Landwirtschaft (UL) stellt zunehmend Nahrungsmittel und andere Güter für die schnell wachsende Bevölkerung westafrikanischer Städte bereit. Der für die UL charakteristische hohe Einsatz von Düngemitteln und Agrarchemikalien, die Verwendung von städtischen Abfällen und Abwasser zur Erzeugung pflanzlicher und tierischer Produkte birgt jedoch Risiken der Verunreinigung von Erzeugnissen und Umwelt. Daher strebt dieses Projekt exemplarisch in den drei westafrikanischen Städten Sikasso (Mali), Bobo Dioulasso (Burkina Faso) und Kano (Nigeria), die quantitative Erfassung von (Nähr-) Stoffflüssen in der UL und ihren negativen Nebenwirkungen an. Die ausgewählten Städte unterscheiden sich in ihrer Bevölkerungsdichte und ihren biophysikalischen Bedingungen. Die prozessorientierte Erforschung und die Modellierung bio-physikalischer und bio-ökonomischer Zusammenhänge beinhaltet einen Nord-Süd Transfer der genannten methodischen Ansätze und einen Süd-Süd Transfer von Untersuchungsmethoden zur Belastung von Böden und landwirtschaftlichen Erzeugnissen mit pathogenen Fäkalkeimen, Pestiziden und Schwermetallen. Ziel des Projektes ist es, die von der UL ausgehenden Gefahren für Nahrungsmittelqualität und Umwelt zu mindern sowie in der Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen die wissenschaftlichen Grundlagen für praxisnahe Emfehlungen zu schaffen, um die Ressourceneffizienz und Produktivität der urbanen Landnutzungssysteme zu verbessern.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:42