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Wandel außenpolitischen Regierens. Die EU-Afrika-Beziehungen zwischen Handel, Entwicklung und normativem Dialog


Project Details
Project duration: 03/200703/2010


Abstract
Gegenstand meines Dissertationsvorhabens ist ein aktuell ablaufender Verhandlungsprozess zwischen der Europäischen Union und ihren ehemaligen afrikanischen, karibischen und pazifischen Kolonien, den AKP-Staaten. Ziel dieser Verhandlungen ist es, bis zum 31.12.2007 bilaterale Freihandelsabkommen, die Economic Partnership Agreements (EPAs) auszuhandeln, die mit der Liberalisierungsagenda der WTO vereinbar sind. Während sich im Rahmen der Lomé-Abkommen die Beziehungen zwischen der EU und den 78 AKP-Staaten weitgehend auf die Gewährung von Handelspräferenzen und Ausgleichszahlungen beschränkten, konkretisiert sich in den EPA-Verhandlungen ein Projekt, mit dem gegenüber dem Freihandelsregime der WTO eigene Akzente gesetzt werden sollen. Die EPA-Verhandlungen stehen dabei im Kontext der zunehmend bilateral ausgerichteten Handelspolitik der EU. Sie markieren eine Positionssuche und Neukonstitution europäischen handelspolitischen Regierens, die erhebliche Auswirkungen auf europäisch-afrikanische Handelsbeziehungen und europäische Entwicklungspolitik nach sich zieht.

Das Erkenntnisinteresse meiner Arbeit richtet sich darauf, entlang des Verhandlungsprozesses zu den Economic Partnership Agreements diesen Wandel außenhandelspolitischen Regierens zu untersuchen und zu erklären. Mein Fokus richtet sich dabei auf Präferenzbildungsprozesse der beteiligten Akteure - also auf die Frage, wie und warum im Zuge des EPA-Prozesses bestimmte Akteure handelspolitische Positionen durchsetzen können. Exemplarisch untersuche ich dies in drei Fällen:

- Liberalisierung des Agrarsektors

- Gestaltung von Investitionsbedingungen

- Integration von Non-Trade-Concerns

Als empirische Basis nutze ich einen Textkorpus aus Dokumenten des Verhandlungsprozesses, wie beispielsweise Vertragsentwürfe, Positionspapiere, handelspolitische Strategien der DG Trade, Stellungnahmen der beteiligten Akteure. Ergänzt wird dies durch Experteninterviews

Als theoretischen Rahmen beziehe ich mich auf Akteurzentrierten Institutionalismus, der durch Netzwerk-Theorien und konstruktivistische Ansätze ergänzt wird.. Methodologisch greife ich auf Ansätze der interpretativen Politikanalyse zurück, so etwa auf die Arbeiten Dvora Yanovs.


Publications

2010
2009
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2008
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2007
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