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Konflikt, Entwicklung, Frieden. Emanzipatorische Perspektiven in einer zerrissenen Welt. Festschrift und Kolloquium zu Ehren von Werner Ruf


Project Details
Project duration: 10/200202/2004


Abstract
Die Bearbeitung der Frage nach den Perspektiven emanzipatorischer Politik in der Gegenwart setzt eine entsprechende Problematisierung von Konfliktfeldern, -ursachen, -austragungsformen und deren politische Wahrnehmungen voraus. Die notwendig nur selektive Diskussion dieser Fragen konzentrierte sich auf die Ursachen und Folgen fehlgeschlagener Entwicklung, Unfrieden und Krieg und verknüpfte schließlich die Frage der Wahrnehmung von Konflikten und ihrer politischen Konstruktion mit der konkreten Frage nach den Notwendigkeiten und Chancen emanzipatorischer Politik. Die Ergebnisse hier umfassend darzustellen ist nicht möglich. Deshalb soll an dieser Stelle "nur" auf die im Projekt herausgearbeiteten zentralen Forschungslücken in der Kritischen Analyse hingewiesen werden, die an anderer Stelle zu füllen sind: (I) Klärung des Zusammenhangs von Religion und Gesellschaft innerhalb des islamischen Kulturkreises. Hier stellt sich besonders die Frage nach dem Zusammenhang von religiösen, reproduktiven und herrschaftlichen Strukturen. (II) Klärung der Bedingungen hegemonialer Konstruktion von Gewalt und Gewaltverhältnissen. (III) Klärung des widersprüchlichen Zusammenhangs zwischen einerseits einer großen emanzipatorischen Dynamik in sozialen Basisbewegungen seit etwa 10-12 Jahren und andererseits der gleichzeitigen Wahl konservativer Regierungen in den Staaten des Nord-Westens.

Last updated on 2017-11-07 at 13:42