Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

The Interaction of Learning Strategies and Interest in the Foreign Language Reading Process: a multitrait-multimethod research project


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 09/199412/1997


Zusammenfassung

Zum Forschungskontext: Im Bereich der Lehr- und Lernforschung gibt es gegenwärtig zwei große Forschungsschwerpunkte. Auf der einen Seite steht die Beschäftigung mit Lernstrategien, die inzwischen in der Fremdsprachendidaktik und -forschung von zentraler Bedeutung geworden ist (vgl. u.a. Nold 1992; Wendt 1993; Rampillon & Zimmermann 1997). Generell wird betont, daß das Erlernen von Lernstrategien als einer metakognitiven Fähigkeit ein zentrales Anliegen unserer Bildungssituationen sein sollte. Der andere Forschungsschwerpunkt wendet sich den Schülerinteressen und deren Bedeutung für ein erfolgreiches Lernen zu. Beide Bereiche stehen jedoch weitgehend isoliert nebeneinander. Es fehlt an Studien über den Zusammenhang von Interesse, Lernstrategien und Leistung. In der hier vorliegenden Arbeit werden diese Bereiche aufeinander bezogen, wobei es offensichtlich ist, daß Interessen und Strategien nur dann angemessen erfaßt werden können, wenn man sie auf bestimmte Inhalte, Kontexte, konkrete Tätigkeiten und Herangehensweisen bezieht. Wie die nun vorliegenden Ergebnisse der Arbeit zeigen, kommt es bei interessierten Schülern zu einem qualitativ anderen Einsatz von Strategien und zu veränderten Einstellungen gegenüber Aufgaben: diese Veränderung wirkt sich auf die Bereitschaft der Lerner aus, sich auch über eine längere Zeitdauer hinaus auf Aufgaben zu konzentrieren, sich für diese anzustrengen und bestimmte Problemstellungen auch tiefgründig und nicht nur oberflächlich durchdringen zu wollen.


Zu der Vorgehensweise: Die Studie ist sowohl empirisch-quantitativ als auch empirisch-qualitativ und hermeneutisch ausgerichtet. Zu Lernstrategien, Leseinteressen, Leseverstehen und Selbstkonzept wurden Fragebögen entwickelt, bei 350 Schülerinnen und Schülern der neunten Klasse Sekundarstufe I an verschiedenen Realschulen und Gymnasien in Baden-Württemberg eingesetzt und evaluiert. Die Fragebögen dienten dazu, ein empirisch fundiertes und adäquates Mittel zur Profilbeschreibung verschiedener Schülerinnen und Schüler zu ermitteln. Die besondere Wichtigkeit in dieser Vorgehensweise liegt darin, daß mit Hilfe der Fragebögen ,extreme Subgruppen" bestimmt werden können: bei diesen Subgruppen handelt es sich einerseits um stark interessierte versus schwach interessierte Schüler, andererseits um Schüler mit hohen versus niedrigen Lernstrategienwerten (jeweils bezogen auf das Lesen von englischen Texten). Diese Schüler und Schülerinnen aus den Subgruppen sind für die Untersuchung über den Zusammenhang von Lernstrategien und Interessen von besonderer Bedeutung. Mit diesen Schülern (n = 50) wurden Einzelinterviews geführt, um dann eine Analyse der quantitativ und qualitativ gewonnenen Daten vornehmen und aus den gewonnenen Einsichten didaktische Empfehlungen ableiten zu können. Darüber hinaus können die Fragebögen zu diagnostischen Zwecken eingesetzt werden: die Analysen zeigen hohe Reliabilitäten und innere Konsistenzen, insbesondere beim Interessenfragebogen.



Forschungsfelder



Publikationen
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Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:37