Externally funded project

2nd Order Innovations"? An Actor-oriented Analysis of the Genesis of Knowledge and Institutions in Regional Innovation Systems (RIS)


Abstract
Aktuell richtet sich das Augenmerk der Wirtschaftspolitik vermehrt auf die ökonomischen Entwicklungsperspektiven von Regionen als Teilräumen von Volkswirtschaften. Dabei ist zwischen den Regionen in der Europäischen Union, aber auch zwischen den Regionen in Deutschland eine unterschiedliche Entwicklungs-, Innovations- und Wissensdynamik zu verzeichnen. Das Projekt verfolgt angesichts dieser Ausgangssituation das Ziel, die Erfolgs- bzw. Misserfolgsfaktoren (fördernde und hemmende Einflüsse) Regionaler Innovationssysteme (RIS) in verallgemeinerter Form zu erfassen. RIS können für dieses Vorhaben definiert werden als: "(P)laces where close interfirm communications, social stuctures, and insitutional environment may stimulate socially and territorally embedded collective learning and continuous innovation." (Asheim/Isaksen).Das Projekt verfolgt eine agentenbasierte Perspektive, deren theoretische Basis in der Evolutions- und Innovationsökonomik zu verorten ist. Dabei werden unter Berücksichtigung von verhaltenspsychologischen sowie netzwerkorientierten Ansätzen emergente Phänomene kooperativer regionaler Innovation untersucht. Der Ausgangspunkt für die Untersuchung ist einerseits eine explorative Literaturanalyse einschlägiger empirischer Fallstudien und anderseits eine Zusammenfassung des Forschungsstandes. Dies ist die Grundlage für drei Regionalstudien (repräsentative Unternehmensbefragungen und vorbereitende Sekundär-/Dokumentenanalysen sowie teil-strukturierte Experteninterviews). Bei den untersuchten Regionen handelt es sich um Nordhessen, die Region Jena und Sophia-Antipolis (Frankreich), die jeweils spezifische historische Entwicklungslinien aufweisen. Aufgrund der einheitlichen Untersuchungsmethodik besteht die Möglichkeit zu einem Vergleich der Regionen. Ein wesentlicher Bestandteil der Untersuchungen ist die Konzipierung eines agentenbasierten Simulationsmodells. Dieses Modell soll es erlauben, die Entwicklung der Regionen auf Basis der Interaktion der regionalen Akteure nachzuzeichnen (Multi-Agenten-System). Es dient der überprüfung der Hypothesen, die in den vorherigen Schritten definiert wurden und kann zur Einschätzung der Plausibilität der unterstellten Wirkungsmechanismen dienen.

Last updated on 2017-11-07 at 13:42