Drittmittelprojekt

Eine akteursbasierte dynamische Analyse und Bewertung von umweltpolitischen Instrumenten am Beispiel des Immissionsschutzes – Ein Beitrag zur Nachhaltig-keitsgovernance (dABEI)


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 05/201010/2013


Zusammenfassung
In dem Forschungsprojekt soll untersucht werden, wie umweltrechtliche und -ökonomische Instrumente in einem konkreten Implementationskontext auf empirisch gehaltvolle Weise evaluiert werden können. Auf dieser Grundlage sollen realistische Umgestaltungspfade in Richtung auf mehr Nachhaltigkeit erschlossen werden. Als konkreter Implementations-kontext wird dabei der Immissionsschutz herangezogen, indem eine Vielzahl ordnungsrechtlicher und ökonomischer Instrumente zusam-menwirken.Grundlegend für das Forschungsprojekt ist das Zusammenführen wirtschaftswissenschaftlicher und rechtswissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem bedeutsamen Praxisfeld der Umweltpolitik. Dazu werden theoretische Überlegungen sowie Gesetzes-interpretationen mit empirischen Befunden konfrontiert. Hierzu werden zur Validierung des entwickelten akteursbasierten, dynamischen Mehrebenenmodells [link] und damit auch zur Evaluierung (der Wahrnehmung) der Wirkung der Gesetze zum Immissionsschutz die relevanten Akteursgruppen befragt. Hierzu gehöre erstens dem Immissionsschutz unterliegenden Unternehmen. Zweitens sind die Akteursgruppen Politik und Recht zu untersuchen - hierbei liegt der Fokus auf dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie den Regierungspräsidien. Die Unternehmens-befragung wird dabei mit Methoden der quantitativen Sozialforschung durchgeführt, angeschrieben werden hierzu 3000 - 5000 entsprechende Unternehmen; die Befragung der Akteursgruppen Recht und Politik erfolgt mittels Methoden der qualitativen Sozialforschung. Schließlich wird im Rahmen dieses Forschungsprojektes ein akteursbezogenes dynamisches Computermodell erarbeitet. Dieses Modell inkorporiert die theoretischen und empirischen Befunde und erlaubt es – hinausgehend über die herkömmlichen Analysemethoden – durch die Berücksichtigung der Interaktion von Unternehmens- und Politikakteuren auf unterschiedlichen Ebenen umweltpolitische Entwicklungspfade und deren Beeinflussungsmöglichkeiten transparent zu machen.Das Projekt sollte Aufschluss darüber geben können, ob in dem konkreten Problemfeld des Immissionsschutzes der überbrachte Instrumentenmix zu einer Problemlösung tauglich ist und auch als Teil einer nachhaltigen Wirtschaftsweise Bestand haben kann. Sollte dies nicht der Fall sein, sind die Konturen eines anderen Entwicklungsweges deutlich zu machen. Darüberhinaus wird mit der Erstellung eines akteursbasierten Simulationstools Neuland bei der Bewertung von umweltökonomischen und umweltrechtlichen Instrumenten betreten insoweit dabei realistische Verhaltensweisen der verschiedenen Akteure sowie deren ergebnisoffene Interaktion berücksichtigt werden.Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Schwerpunkts „Wirtschaftswissenschaft für Nachhaltigkeit“.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 15:27