Externally funded project

Normalitätsannahmen zu Arbeit und Beruf (normal arbeiten)


Project Details
Project duration: 06/201905/2022


Abstract



Rechnerisch sind seit einigen Jahren für alle jungen
Menschen am Übergang in den Arbeitsmarkt Ausbildungsplätze vorhanden. Dennoch steigt
der Anteil der 20-34-Jährigen ohne formale Qualifikation laut Mikrozensus
tendenziell an. Eine Vielfalt von Maßnahmen des Sozialstaates versucht, diesem
Problem auf unterschiedlichen Ebenen zu begegnen. Doch häufig behindern
unterschiedliche Vorstellungen über eine „normale“ Arbeitsbiografie auf beiden
Seiten des Schreibtischs die Kommunikation.



Das Projektteam „normal arbeiten“ unter der Leitung von
Prof. Dr. Ute Clement (Berufs- und Wirtschaftspädagogik) und Prof. Dr. Theresia
Höynck (Rechtswissenschaften) von der Universität Kassel untersucht Normalitätsannahmen
und Erwartungen hinsichtlich Arbeit und Beruf.  Dazu erhebt die Gruppe Daten zum einen bei
jungen Menschen mit unterschiedlichen Exklusionserfahrungen zwischen 16 und 25
mit maximal Hauptschulabschluss und ohne Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis,
und zum anderen bei Beschäftigten sozialstaatlicher Einrichtungen, die diese
Personen sozialstaatlich begleiten. Im Fokus des Interesses stehen
Normalitätsüberzeugungen, aber auch Handlungsstrategien und Nutzung rechtlich
vorhandener Optionen.



Im Ergebnis wird deutlich, welche Perspektiven auf Arbeit
sich am sozialstaatlich begleiteten Übergang ins Arbeitsleben begegnen, mit
welchen Zielvorstellungen Strategien und Handeln unterlegt wird und welche
Formen der Verständigung erfolgreich sein können.


Last updated on 2020-24-01 at 14:39

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