Drittmittelprojekt

Der digitale Bürger und seine Identität - Untersuchung hoheitlicher und privater Identifizierungsinfrastrukturen aus rechtlichen, technischen und sozialwissenschaftlichen Perspektiven


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 20102014


Zusammenfassung


Das wissenschaftliche Netzwerk behandelt aus der Sicht verschiedenerWissenschaftsdisziplinen die Identität des „digitalen Bürgers“, dessen Handeln in den virtuellenRäumen des Internets sich im Spannungsfeld zwischen Erkennbarkeit und Verborgenheit,zwischen Identifizierung und Wissen über andere einerseits und Anonymität und Datenschutzandererseits bewegt. Dieses Spannungsfeld wird strukturell und anwendungsübergreifend ineiner Folge von sechs Arbeitstreffen behandelt, deren Ergebnisse in eine abschließendePublikation münden, die im letzten Treffen vorbereitet wird.Die Themen der fünf ersten Arbeitstreffen sind das Verhältnis von Staat und Bürgern inhoheitlichen Identifizierungsinfrastrukturen, der Komplex Technologietrends und Akteure,rechtliche und technische Datenschutzfragen, die Perspektive persönlicher und institutionellerNutzer auf Identifizierungsinfrastrukturen sowie deren internationale und grenzüberschreitendeAspekte. Der Bürger wird zum Adressaten gezielter Identifizierung in staatlichen und privatenProzessen und zum potentiellen Objekt von Begehrlichkeiten hinsichtlich seinerpersonenbezogenen Daten – aber auch zum Subjekt neuer Informations- und Auskunftsrechtegegenüber verschiedenen Institutionen, zum Akteur einer neuen Öffentlichkeit im undzum potentiellen Inhaber eines nutzerzentrierten Identitätsmanagements. Durch die rechtliche,technische, sozial- und medienwissenschaftliche Analyse entsteht im Ergebnis einumfassendes Bild des digitalen Bürgers, dessen Identität sich mit seinen Beziehungen zumStaat, zu globalen Wirtschaftsunternehmen und zu anderen Bürgern wandelt.



Zuletzt aktualisiert 2019-01-07 um 14:07