Externally funded project

Ökologische Risikoeinschätzungen auf Bundesebene - Methoden, Konzepte und Inhalte der ökologischen Risikoeinschätzung für die naturschutzverträgliche Infrastrukturentwicklung auf Generalplan- und Bundesebene


Project Details
Project duration: 20102012


Abstract
Zielsetzung:
Das Vorhaben dient der Weiterentwicklung und Aktualisierung fachlicher Grundlagen zur Bewertung von Auswirkungen geplanter Verkehrsinfrastrukturvorhaben auf Natur und Landschaft für die vorgelagerten Planungsebenen. Im Mittelpunkt stehen dabei die fachlichen Konzepte des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zu den Unzerschnittenen verkehrsarmen Räumen (UZVR), zu den Lebensraumnetzwerken sowie den daraus abgeleiteten Unzerschnittenen Funktionsräumen (UFR). Insbesondere die UFR-Daten sollen mit Blick auf ihre Anwendbarkeit im Rahmen der Verkehrswegeplanung so aufbereitet werden, dass eine mühelose Integration in umweltbezogene Beiträge auf einer bundesrelevanten Generalplanebene sowie - soweit möglich - auf der Ebene der Linienbestimmung/Raumordnung möglich ist. Die zu entwickelnden Datensätze und Methodenvorschläge sollen sich in die aktuellen methodischen Konzepte zur Strategischen Umweltprüfung des BMVBS integrieren lassen.
Im Einzelnen lassen sich die Ziele des F+E-Vorhabens wie folgt definieren:
- Aktualisierung bzw. Erhebung der für die Fortschreibung der o. g. Konzepte erforderlichen Grundlagendaten, insbesondere von Verkehrsmengendaten,
- Aktualisierung der UFR unter Verwendung aktueller Verkehrsmengendaten sowie aktueller Lebensraumnetzwerke,
- Integration dieser natur- und landschaftsschutzbezogenen Daten und Konzepte in die Methodik einer Strategischen Umweltprüfung zur Bundesverkehrswegeplanung und
- Vorschläge zur differenzierten Bewertung auf Projekt- und insbesondere auf Generalplanebene.
Eine wesentliche Grundlage für die Ermittlung und die Aktualisierung der UFR sind die Daten zu den Verkehrsmengen der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Dabei sollen nach Möglichkeit Straßen mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsmenge von >1000 KfZ/24h unabhängig von ihrer Klassifikation als zerschneidungsrelevant ermittelt und bewertet werden. Mit Hilfe flächendeckender, aktueller Verkehrsmengen können nicht nur die UFR ermittelt, sondern auch die UZVR fortgeschrieben werden. Die Fortschreibung der UZVR ist jedoch nicht Gegenstand des F+E-Vorhabens.
Bei der Entwicklung einer geeigneten Methodik sollen auch die Ergebnisse des laufenden F+E-Vorhabens „Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie in Planungen und Prüfungen' (FKZ 3509 82 3100) berücksichtigt werden.

Last updated on 2017-11-07 at 15:29