Externally funded project

GIS-basierte Analysen zum Biotopverbund Mittelhessen im Modellvorhaben der Raumordnung „Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel - Klimaanpassung in Mittel- und Südhessen" (MORO KLAMIS)


Project Details
Project duration: 20092013


Abstract
Im Rahmen des Modellvorhabens der Raumordnung „Raumentwicklungsstrategien zum Klimawandel - Klimaanpassung in Mittel- und Südhessen' (MORO KLAMIS) bearbeitete das Regierungspräsidium Gießen federführend den Vorhabensschwerpunkt Biotopverbund. Nach Festlegung der Projektgruppe galt die Untersuchung speziell dem naturschutzfachlich wertvollen Grünland Mittelhessens. Zunächst sollten die aktuellen räumlichen Schwerpunkte und Funktionsbeziehungen für Mittelhessen nachvollziehbar ermittelt werden, um anschließend den Aspekt des Klimawandels zu berücksichtigen und die Integration entsprechender Inhalte in die Raumordnung aufzuzeigen. Die Arbeiten, v. a. die GIS-Analysen, wurden durch die Mitarbeiter des RP Gießen durchgeführt, die Universität Kassel (K. Hänel) stand in mehreren Terminen beratend und lenkend zu Seite, weil als grundsätzliche Methodik zum Ermitteln der räumlich-funktionalen Beziehungen der Ansatz „HABITAT-NET“ (HÄNEL 2007) vom Vorhabensträger gewählt wurde. Bearbeitet wurden die Grünlandgruppen trockenes, mageres Gründland (inkl. Halbtrockenrasen), Feuchtgrünland (inkl. Sümpfe) und Grünland mittlerer Standorte (Frischgrünland). Außerdem wurde der räumliche Verbund der zusammengefassten Gruppen trockenes Grünland und Frischgrünland sowie Feuchtgrünland und Frischgrünland untersucht. Für die Aufbereitung der Datengrundlagen wurde erstmals für solche Zwecke die Hessische Biotopkartierung (HB) verwendet. Zusätzlich konnte die Grunddatenerhebung (GDE) für die FFH-Gebiete integriert werden. Die entstandenen räumlichen Netzwerke wurden mit Daten zum Vorkommen von Arten (nur Daten zu Tagfaltern und Widderchen standen zur Verfügung) zusammengeführt, um so (bekannte) Schwerpunkte (potenzielle Metapopulationen) v. a. für klimaempfindliche Arten (nach BEHRENS et al. 2009) herauszuheben. Hinsichtlich der Raumordnung wurde die Forderung formuliert, die ermittelten potenziellen Funktionsbeziehungen durch entsprechende Festlegungen zu sichern (Vorrang in Kernräumen, Vorbehalt in den erweiterten Funktionsräumen).


Last updated on 2017-11-07 at 14:44