Drittmittelprojekt

Entwicklung selbstverdichtender Verfüllbaustoffe mit erhöhtem Durchwurzelungswiderstand unter bevorzugter Verwendung des entnommenen Bodenaushubs - zum Schutz von Baumwurzeln und unterirdischer Infrastruktur in urbanen Räumen (Root restraining backfill material)


Zusammenfassung


Die Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen wird überwiegend noch in offener Bauweise durchgeführt. Hierbei wird ein Graben ausgehoben, Leitungen und Rohre verlegt und anschließend mit Schüttgütern verfüllt und verdichtet. Diese verfüllten Bereiche werden, bedingt durch ein stark eingeschränktes Platzangebot und eine im Vergleich zur Umgebung bessere Wasser- und Nährstoffaufnahme, bevorzugt von Stadtbäumen durchwurzelt. Dies führt dazu, dass der Baum geschädigt oder gekappt werden muss, sobald erneute Arbeiten an den Leitungen notwendig werden. Um diese Konkurrenz zwischen Stadtbäumen und unterirdischer Infrastruktur zu reduzieren, werden im Rahmen dieses von der DBU geförderten Projektes verschiedene Rezepturen für selbstverdichtende und schlecht durchwurzelbare Verfüllbaustoffe untersucht. Diese sollen Rohre und Leitungen spannungs- und hohlraumfrei ohne mechanische Verdichtung ummanteln und den Einwuchs von Baumwurzeln in die Leitungszonen unterbinden. Bäume sind in unseren urbanen Ökosystemen von entscheidender Bedeutung und deren Erhaltung somit unverzichtbar. Es ist daher das Ziel dieses Projektes, nicht nur eine ausgewogene Koexistenz mit unterirdischen Leitungssystemen zu ermöglichen und kostenintensive Aufgrabungen, baumschädigende Wurzelkappungen und zeitlich aufwändige Reparaturen zu vermeiden, sondern auch zu Kosteneinsparungen für Netzbetreiber und Kommunen, sowie sinkenden Lärm- und Staubbelastungen der Anwohner und Passanten beizutragen.



Zuletzt aktualisiert 2019-30-01 um 08:07

Link teilen