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Semiotik der Hypermedien


Project Details
Project duration: 07/199610/2000


Abstract
Das Habilitationsprojekt soll sich den kulturellen Entwicklungen widmen, die sich in Praxis und Theorie der Hypermedien ergeben. Ausgehend von einem system- und kulturtheoretischen Rahmen sollen Bedingungen des Gebrauchs von Hypermedien beschrieben werden. Leitfragen sind:
Können Konzepte semiotischer und ästhetischer Art zu dieser Beschreibung herangezogen werden? Sind die neuen digitalen Medien tatsächlich so verschieden von traditionellen und ergibt sich eine für sie spezifische Beschreibung? Oder werden im aktuellen Diskurs zu den Hypermedien doch auch Positionen formuliert, ja reformuliert, die analoge Strukturen und Prozesse der Medialität erfassen? Lassen sich etwa bekannte Kategorien aus Literatur- und Kunsttheorie wiederfinden, und wenn ja, wo liegt die Grenze ihrer Anwendbarkeit?
Läßt sich der Umgang mit den neuen Medien noch mit den Oppositionen Schriftlichkeit vs. Mündlichkeit, Lesen vs. Sehen, Text vs. Bild, statisch vs. dynamisch, räumlich vs. zeitlich differenzieren? Entspricht das intermediale Zusammenwirken von Ausgangsmedien kulturellen Umkodierungen? Weiterhin erhebt sich die Frage, ob bereits bestehende Diskursaspekte wie z. B. der der Aktivierung des Rezipienten / Nutzers Einwirkung auf das Mediendesign genommen hat und nimmt, in dem Sinne, daß sich ein Zusammenhang von Rezeptionsästhetik und Interface-Gestaltung aufzeigen läßt.

Last updated on 2017-11-07 at 14:46