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Die Bezeichnung 'experience' im Werk John Deweys


Project Details
Project duration: 19931997


Abstract
Die Analyse erfolgte auf der Basis von drei Korpora, die in der Perspektive wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Handlungskontexte sowie im Hinblick auf unterschiedliche Schaffensperioden aus ausgewählten Schriften zusammengestellt wurden. Gegenstand der Untersuchung waren weder Begriffe, Konzepte oder Vorstellungen noch vorgängig im Text bereits vorhandene Bedeutungen von experience. Untersucht wurde die Sprache selbst, d.h. der Gebrauch sprachlicher Mittel im Fokus der Bezeichnung experience. Die Bezeichnung experience, verweist auf die Referenz der sprachlichen Mittel auf Wirklichkeit. Referenz wird dabei nicht als immanente Eigenschaft von Sprache betrachtet, sondern als eine Beziehung zwischen Sprache und Welt, die durch die Analyse des Gebrauchs sprachlicher Mittel selbst erst hervorgebracht wird. Insofern liefert die aus dem Forschungsvorhaben hervorgegangene Dissertation Sinnbeschreibungen von experience. Aber es ist nicht der Deweysche Sinn, der hier beschrieben wird, sondern der Sinn, den der Autor der Dissertation auf der Basis seiner Analyse für die jeweiligen Sprachformen unterstellt und mit systematischen Belegsammlungen stützt.
Sprachtheoretisch schließt die Dissertation an Arbeiten zur Grundlegung einer Historischen bzw. Explikativen Semantik von D. Busse und an die Theorie der Fabelkomposition von P. Ricoeur an. Erkenntnistheoretisch und methodisch wird an die Peircesche Gleichsetzung der Stufen des Forschungsprozesses mit den Schlußweisen Abduktion, Deduktion und Induktion angeknüpft. Die Korpusanalyse erfolgt dort EDV-gestützt, wo sich das Handeln des Wissenschaftlers in einer Programmumgebung nachbilden läßt. Bei der Auszeichung der Analysetexte kommt SGML zur Anwendung.

Last updated on 2017-11-07 at 13:44