Project without external funding

Das Theater Alfonso Sastres


Abstract
Der Anarchismus besitzt in Spanien seit dem 19. Jahrhundert eine hohe politische Bedeutung; er hat aber auch eine feste, literarische Tradition, die sich auch über den Bürgerkrieg hinaus erstreckt. Daß er selbst unter der Francodiktatur nicht zum Schweigen gebracht werden konnte, beweisen z. B. Alfonso Sastres "El cubo de la basura" (1950/51), "Guillermo Tell tiene los ojos tristes" (1955) und "La sangre y la ceniza" (1965), drei
Theaterstücke, in deren Mittelpunkt die jeweiligen Hauptfiguren eindeutig anarchistische Züge zeigen.

"Tres protagonistas ?cratas en la obra dram?tica de Alfonso Sastre" in: B. Hofmann, P. Joan i Tous, M. Tietz: El anarquismo espa?ol y sus tradiciones culturales. Frankfurt a. M., Vervuert, 1995, S. 335-345.

Antonio Buero Vallejo, Jahrgang 1916, und der zehn Jahre jüngere Alfonso Sastre sind wahrscheinlich die wichtigsten Vertreter des spanischen Nachkriegstheaters. Ein Großteil ihrer dramatischen Produktion bliebe
ohne das politisch- diktatorische Umfeld, das nach dem Bürgerkrieg (1936-39) von General Franco aufgebaut wurde und das mit unterschiedlicher Intensität bis zu seinem Tode 1975 Bestand hatte, letztlich unverständlich. Das gilt insbesondere für das von beiden Autoren gleichermaßen in regelmäßigen Abständen geschaffene historische Theater, das sich aber bei beiden Autoren sehr stark unterscheidet.

"Das Geschichtsdrama als Oppositionsform. Zum historischen Theater A. Buero Vallejos und A. Sastres", in: Hispanorama, Nr. 70 (Juni 1995), S. 64-70).


Last updated on 2017-11-07 at 13:44