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Zur Struktur der psychologischen Geschlechtsunterschiede


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Abstract
Mit dem Verfahren der sukzessiven schriftlichen Befragung (Einschätzskalen) einer Serie von Stichproben von Studierenden der GhK, einer größeren Stichprobe von über 40jährigen Personen sowie durch Leistungstests und einen Feldtest wurden evolutionstheoretisch abgeleitete Vorhersagen über Geschlechterunterschiede überprüft und weitestgehend bestätigt. Im sexuellen Verhalten und Erleben (z.B. Phantasien, Einstellungen, Partnerideale) zeigten sich deutliche Geschlechtsunterschiede. Frauen glauben mehr an parapsychische Phänomene, mit wenigen, evolutionstheoretisch vorhergesagten Ausnahmen. Bei Tagträumen unterscheiden sich die Geschlechter bei reproduktionsbezogenen Inhalten. Extrem sind die Unterschiede bei der Raumorientierung und der Raumvorstellung. Diese Unterschiede sind nicht durch Sozialisationsbedingungen erklärbar.
Geschlechtsdifferentielle Fürsorglichkeit für Nachkommen ist auch in der Großeltern-Enkel-Beziehung feststellbar, wie evolutionstheoretisch vorhergesagt. Weitere Unterschiede werden aufgezeigt. Das Modell einer ausschließlich auf Sozialisationswirkung zurückgeführten Erklärung ist unhaltbar.


Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 14:46