Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

ARGUS - Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 08/199502/1999


Zusammenfassung
Innovation durch HSC-Technologie: High Speed Cutting (HSC) ist eine bedeutende Innovation für die spanende Fertigung, mit der sich die Hauptzeiten drastisch verkürzen und bessere Werkstückoberflächen erzielen lassen. HSC-Werkzeugmaschinen ermöglichen sehr schnelle Bearbeitungsvorgänge, mit denen Werkstücke aus Aluminiumverbindungen, Graphit, Keramik und Kunststoffen ebenso gut gefertigt werden können wie Bauteile aus Gußverbindungen und schwer zerspanbaren Legierungen. Infolge der reduzierten Spanungskräfte sind wesentlich engere Toleranzen und bessere Oberflächenqualitäten erzielbar, so daß sich Nachbearbeitungen wie Schleifen und Entgraten reduzieren oder ganz entfallen. Die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung findet beispielsweise in der Automobil- und Flugzeugindustrie Anwendung und hat dort ihre Wirtschaftlichkeit unter Beweis gestellt. HSC-Maschinen werden nicht nur im Werkzeug- und Formenbau sondern mittlerweile auchin der Serienproduktion eingesetzt. Arbeits- und Gesundheitsschutz: Die Einführung der innovativen HSC-Technologie bietet nicht nur wirtschaftliche und technologische Vorteile gegenüber herkömmlichen CNC-Werkzeugmaschinen, sondern kann auch zu gravierenden Veränderungen der betrieblichen Organisation und der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten führen. Insbesondere die hohen Drehzahlen und Vorschübe der HSC-Maschinen stellen im Schadensfall aufgrund der größeren Energien, die freigesetzt werden können, ein höheres Gefährdungsrisiko für die Beschäftigten dar als bei bisher üblichen CNC-Maschinen. Hersteller und Anwender von Arbeitsmitteln müssen nach den Artikeln 110a und 118a des EWG-Vertrages sowohl einen umfangreichen Arbeits- und Gesundheitsschutz als auch eine ausreichende Arbeitssicherheit für die Arbeitnehmer gewährleisten. Dieser Problematik widmet sich der Forschungsverbund ARGUS, an dem zwei arbeitswissenschaftliche und vier technische Forschungseinrichtungen beteiligt sind, und der vom GhK-IfA koordiniert wird. Ziel des interdisziplinären Verbundes ist es, in einem ganzheitlichen Ansatz die technischen, organisatorischen und personellen Aspekte des HSC-Einsatzes integrativ zu untersuchen. Dazu werden einerseits HSC-Komponenten sicherheitstechnisch optimiert und diese Erkenntnisse in entsprechende Konstruktionshinweise überführt. Andererseits werden Empfehlungen für die Gestaltung des betrieblichen Einsatzes der HSC-Technologie erarbeitet, die den präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz in der HSC-Fertigung gewährleisten.


Projektleitung


Publikationen

1999
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1998
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Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:47