Project without external funding

Sicherheit in der Weltgesellschaft. Gesellschaftliche (Un-)Sicherheitswahrnehmungen und politischer Sicherheitsdiskurs im Spannungsfeld zwischen nationalem Staat und globalen Prozessen


Project Details
Project duration: 06/199606/1999


Abstract
Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts ist im sicherheitspolitischen Diskurs eine Erweiterung des Sicherheitsbegriffs zu beobachten, die unter dem Stichwort der "neuen Risiken" auf die globalen Herausforderungen ökologischer, ökonomischer, sozialer und kultureller Natur in der Weltgesellschaft Bezug nimmt. Das Projekt soll anhand politischer und politikwissenschaftlicher Texte aus den Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien und USA seit 1989/90 den Sicherheitsdiskurs auf seine Stringenz und Reichweite hin untersuchen. Analysiert werden ferner die Bezüge zwischen staatlichem Sicherheitsdiskurs und innergesellschaftlichen Sicherheitserwartungen. Schließlich gilt es festzustellen, ob (a) im erweiterten Sicherheitsbegriff Perspektiven für die Entwicklung einer den Anforderungen der Weltgesellschaft gerecht werdenden, qualitativ neuen Sicherheitspolitik zu finden sind oder ob (b) der derzeitige Sicherheitsdiskurs primär zur Legitimation rein nationaler Sicherheits- (und Militär-)Politik benutzt wird und damit einer anachronistischen Renationalisierung von Außen- und Sicherheitspolitik Vorschub leistet.
Für dieses Projekt wurden Mittel aus dem Landesforschungsschwerpunktprogramm des Landes Hessen "Entwicklung einer Weltgesellschaft" beantragt. Nachdem die Gutachter das Projekt zur vollen Bewilligung vorgeschlagen hatten, strich das Land den gesamten Schwerpunkt.

Last updated on 2017-11-07 at 14:47