Externally funded project

Nation - Europa - Welt. Kulturelle Ordnungsbegriffe in Räumen und Zeiten


Project Details
Project duration: 03/200404/2006


Abstract
Von jeher dienten Nation, Europa und Welt als Ordnungsbegriffe, um Gemeinschaften zu benennen oder zu bilden, sich gegen "Fremdes" abzugrenzen und Identität(en) zu schaffen. Immer standen sie in einem spannungsreichen Verhältnis zueinander. Sie werden aufeinander bezogen und voneinander abgegrenzt, sie lassen Identifizierungen zu, schaffen politische, kulturelle und ethnische Identitäten und bergen Konflikte in sich. Doch wie konstituiert sich Identität angesichts dieser Ordnungsbegriffe in Räumen und Zeiten, welche alternativen Modelle sind zu erkennen, wie ist diese Identität mit den christlichen Wertvorstellungen des Abendlandes verknüpft? Welche Argumentationsstrategien werden für die Einordnung des Menschen in der Welt verwendet und auf welche Ebenen richten sie sich? Welche Konzepte verbergen sich hinter Beschreibungen von Teilen der Welt, von Nationen bzw. Ethnien? Welche Konsequenzen hat dies alles für das Verständnis des Anderen, für die Sprachpolitik in Geschichte und Gegenwart und den Kulturtransfer? Eine Bestandsaufnahme, erste Antworten sowie Anstöße für weitere Kooperationen und Projekten soll eine interdisziplinär und international ausgerichtete Tagung im Herbst 2005 liefern. Leitfrage dieser Tagung wird die Frage nach der Rolle sein, die die Begriffe Nation, Europa, Welt/Globalisierung in der Diskussion über unterschiedliche Formen der Identität spielen: politische Identität, ethnische Identität, sprachliche Identität, literarische Identität, religiöse Identität. Dabei soll die Analyse nicht bei der Beschreibung des Spezifischen eines jeweiligen Identitätsentwurfs stehen bleiben, sondern fragen, ob sich Parallelen, bestimmte Muster der Argumentation über engere kulturräumliche und zeitliche Grenzen hinweg erkennen lassen. Der Fokus soll weniger auf den historisch je spezifischen Formen von Identität als auf den Mechanismen ihres Zustandekommens liegen. Dieser Betonung des prozessualen Charakters der Identitätsbildung trägt die Absicht Rechnung, den thematischen Teilen der Tagung methodische Überlegungen voranzustellen.


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