Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Rechnungswesen und Insolvenz


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 19992002


Zusammenfassung
Die Untersuchung (= Habilitationsprojekt) untersucht das Rechnungswesen von Insolvenzverwaltern, wobei die seit 1999 geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen der neuen Insolvenzordnung zugrundegelegt werden. Ziel der Arbeit ist zum einen die Entwicklung zweckkonformer Abbildungsregeln, insbesondere dort, wo die gesetzlichen Rechnungslegungsregeln nur undeutlich ausgestaltet sind. In diesem Kontext wird etwa untersucht, was unter "Fortführungswerten" im insolvenzrechtlichen Massestatus verstanden werden kann (? 151 Abs. 2 Satz 2 InsO), welche Funktion die in ? 229 InsO vorgeschriebene Planbilanz im sogenannten Insolvenzplanverfahren besitzt und welche Regeln für Ansatz, Ausweis und Bewertung demzufolge in solchen Planrechnungen gelten müssen.. Über normativ-theoretische Überlegungen hinaus wird auch an Erklärungsmodellen für reale Phänomene der Insolvenzabwicklung bzw. des Insolvenzrechnungswesens gearbeitet. Der theoretische Bezugsrahmen hierfür ist die Agency-Theorie. So wird etwa untersucht, welche bilanzpolitischen Ziele Insolvenzverwalter verfolgen (können). Ausgeklammert werden in der Arbeit die Fragen zweckkonformer Insolvenzauslöser (z.B. die Frage nach der Konstruktion des Überschuldungstatbetands).


Projektleitung

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:50