Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Währungspolitische Kooperation im europäischen Staatensystem 1870-1914


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 04/199908/2004


Zusammenfassung
In diesem Forschungsprojekt soll die politischen Bedeutung der internationalen Währungspolitik untersucht. Der internationale Goldstandard, das erste internationale Währungssystem überhaupt, so die Ausgangsthese, war eine der Säulen des internationalen Staatensystems vor dem Ersten Weltkrieg, das mit Kriegsbeginn im Sommer 1914 zusammenbrach. Die Teilnahme am Goldstandard war freiwillig, gleichwohl setzte sie voraus, daß die Regierungen die "Spielregeln" jenes Währungssystems einhielten, d.h. vereinfacht, daß die Nationalstaaten auf eine eigene Geldpolitik verzichten mußten. Hier manifestierte sich am Beispiel des internationalen Goldstandards die für das Funktionieren der Staatengemeinschaft wesentliche Solidarität: Alle Teilnehmer verzichteten auf eine eigene Geldpolitik- zum Wohle aller Staaten. Im Zentrum der Untersuchung steht daher die Frage, wie der internationale Goldstandard als System entstand, warum er erhalten wurde und warum das internationale Währungssystem mit Kriegsbeginn 1914 zusammenbrach.


Projektleitung

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:50