Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Die Eigenarbeit der Zisterzienser


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 06/19962002


Zusammenfassung
Untersucht werden soll inwieweit die Zisterzienser als Kapitalisten oder Vorboten des Kapitalismus einzuorden sind. Die Zisterzienser versuchen, den Benediktinerorden zu reformieren. Sie wollen ein asketisches Leben führen und sich insbesondere von ihrer Hände Arbeit ernähren. Sie weigern sich, Pfründe, Frohnarbeit und Abgaben wie z.B. den sogenannten Kirchenzehnt in Anspruch zu nehmen. Um ihre Klöster halten und entwickeln zu können, müssen sie Überschüsse erwirtschaften und vermarkten. Sie haben Erfolg. Es gelingt ihnen ihre landwirtschaftliche Produktion effizient zu organisieren und immer größere Überschüsse zu erzielen. Um sie zu vermarkten, entwickeln sie ihre eigenen Stadthöfe - klostereigene Handelsstationen - und bauen erfolgreich ihre Absatzwege in die Städte auf. Ihnen kommen sowohl sowohl Befreiung von Zöllen und Abgaben zugute als auch Wettbewerbsvorteile, die aus der vertikalen Integration von Produktion und Absatz resultieren. Untersucht wird in diesem Projekt inwieweit die Ordensregeln Anreize für eine derartiges, expansives Verhalten, enthalten. Untersuchungsmethode ist der evolutorische Ansatz der Ökonomie um zeigen zu können, wie Moralnormen zu Effizienznormen mutieren können.


Projektleitung

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:50