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Regionale Netzwerke von Frauen (Dissertation)


Project Details
Project duration: 01/199712/2000


Abstract
Ausgangspunkt der Dissertation ist die Entwicklung neuer politischer Strukturen in der Region. In zahlreichen Regionen entstehen netzwerkartige Zusammenschlüsse von AkteurInnen, die gemeinsam an der Entwicklung und Gestaltung ihrer Region mitwirken bzw. diese initiieren. Auch neuere Veröffentlichungen zu Perspektiven regionaler Entwicklungsprozesse und zu Fragen regionaler Partizipation betonen die zunehmende Bedeutung netzwerkartiger Kooperationen. Wie sind nun diese Entwicklungen von dem Hintergrund des Geschlechterverhältnisses und der Ekrnntnisse feministischer Wissenschafts- und Praxisansätze zur Partizipation von Frauen zu beurteilen? Bilden sich auf diese Weise neue informelle Verbindungen und Selschaften heraus, diesmal nicht auf kommunaler Ebene sondern in der Region, die nur bestimmten AkteurInnen offenstehen und einen geschlechterdifferenten Zugang besitzen, d.h. erfolgt eine weitere Form der Ausgrenzung und Abgrenzung bestimmter Gruppen und Inhalte? Oder beinhalten netzwerkartige Politikstrukturen eine Chance für Frauen, sich in Form eigenständiger Netzwerke in die sich herausbildenden Strukturen einzubinden und auf deren Inhalte und Formen Einfluß zu nehmen? An drei Fallbeispielen unterschiedlich strukturierter Frauennetzwerke in den Regionen Rhein-Main, Stuttgart und Südostniedersachsen wird der Arbeitsweise, den Strukturen und den Erfolgen bzw. Misserfolgen dieser Bündnisse empirisch nachgegangen. Dazu werden ausgewählte Netzwerkmitglieder in leitfadenorientierten Interviews befragt. Von Bedeutung ist, mit welchem Verständnis regionaler Prozesse die beteiligten Frauen agieren, welche Themen sie zu regionalen bzw. welche regionalen Problemkomplexe sie zu ihren machen und wie sie die Idee der Region für sich füllen. Aus der Beantwortung der Forschungsfragen heraus soll der Beitrag, den Frauen-Netzwerke zur Regionalentwicklung leisten, näher gefasst und bestimmt werden und somat auch einen Beitrag zu den feministischen Planungsdiskussionen auf regionaler Ebene formuliert werden.

Last updated on 2017-11-07 at 14:50