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Zeiterfahrungen und Zeitpolitik


Project Details
Project duration: 04/200006/2002


Abstract
Gesellschaftliche Regelungen von Zeit hatten mit der Entwicklung der Industriegesellschaft weitreichenden Einfluß auf die Geschlechterverhältnisse, insbesondere durch die Institutionalisierung von (Erwerbs-) Arbeitszeiten und von Normalitätsvorstellungen von Lebensläufen. Änderungen von sozialen Zeitregelungen und neue Zeiterfahrungen berühren daher auch die Selbstbilder von Frauen und Männern, die von ihren bisherigen Verknüpfungen von sozialen Beziehungen beeinflußt wurden.
Die Betrachtung der "Zeit als Beziehungsform" (N. Elias) soll in dem Projekt ermöglichen, Erfahrungen und Prozesse zu analysieren, mit denen Frauen und Männer sich zu veränderten Zeitanforderungen "in Beziehung setzen." Im Mittelpunkt stehen individuelle Zeiterfahrungen und -bedürfnisse und wie diese in politischen Prozessen vermittelt und zur Geltung gebracht werden. Frauen und Männer nähern sich dem Thema sozialer Zeitregelungen aus verschiedenen sozialen Situationen und Erfahrungen, mit Interessen, die in Konflikt geraten können. Wie werden diese Konflikte bearbeitet?
Ein empirisches Feld der Untersuchung sind Projekte "Zeiten der Stadt" in einigen deutschen und anderen europäischen Städten, deren Vorbild die Initiative "Frauen verändern die Zeiten" italienischer Feministinnen ist.


Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 14:51