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Veterinärhygienische Situation der Wiederkäuerhaltung mit spezieller Berücksichtigung von Endo- und Ektoparasiten, Veterinärstrategie und zukünftiger Hygieneplanung in den immer-feuchten Tropen Südamerikas


Project Details
Project duration: 05/199612/2002


Abstract
Die ökonomische Einbuße, die Parasiten bei Haustieren verursachen können, wurden nicht festgestellt, um die Neugierde der Ökonomen zu befriedigen, sondern um eine Senkung der Morbiditäts- und Mortalitätsraten durch adäquate Kontrollmaßnahmen zu erreichen. Die Tiere unter diesem Kontrollplan können eine bessere Futterverwertung und somit eine bessere Produktion mit höherem Umsatz gewährleisten. Die aktuellen Trends der Kontrollprogramme haben als Ziel eine optimale Gesundheit der Haustiere, eine bessere Produktivität und eine optimale wirtschaftliche Leistung. Wichtig dabei sind Faktoren wie die Produktionsziele, geographische und klimatische Bedingungen, die Behandlungskosten sowie die spezifische Makro- und Mikroumwelt. Die Variablen, die für eine Parasitenkontrolle eine entscheidende Rolle spielen, sind die Parasiten selbst, die Wirtsfaktoren und die Wurmmittel.
Die Klima- und Saisonänderung sowie die Temperatur, die Regenfälle und die Luftfeuchtigkeit, können die Entwicklung von Parasiten in der Außenwelt positiv oder negativ beeinflussen. Diese Variablen wirken auf die Geschwindigkeit, die Größe und die Art von Parasiten. Makro- und Mikroklima spielen eine entscheidende Rolle bei dem Parasitenbefall. Unter dem Makroklima darf man besondere Faktoren wie die Höhe der Lage und den Regenfall nicht vergessen. Charakterisiert in einem Mikroklima sind der Weidentyp, die Vieheinheit, Weidewirtschaft und Tiermanagement, die sich nach Betrieb und Gebiet unterscheiden können und eine wichtige Rolle für die Auswahl von präventiven Maßnahmen spielen. Temperaturen zwischen 25 und 30 ?C und eine hohe Luftfeuchtigkeit sind für den Lebenszyklus verschiedener Parasiten günstig. Wenn jedoch die Umgebung sehr heiß oder sehr kalt wird, kommt es zu einer Verlangsamung dieser Entwicklung.
Weitere wichtige Faktoren, die die Eierentwicklung beeinflussen können, sind der Sauerstoff der Umgebung und das Tiermanagement. Zu den wichtigsten Faktoren, die einen Parasitenbefall beeinflussen können, zählt die Weidenrotation. Diese wird mit der Teilung der Weide in gleichmäßige Flächen, die für die Rinder oder Schafe zu Verfügung gestellt werden, durchgeführt. Andere hilfreiche Maßnahmen, die man bei kontaminierter Weide ergreifen kann, ist der Umzug der Tiere auf eine andere trockene und parasitenfreie Weide, die Vermeidung von Überweidung und Tierüberbesatz und anschließend die Trennung der Jungtiere von den älteren Tieren.
Das vorliegende Vorhaben wurde im Rahmen des von der "Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit" (GTZ) unterstützten "Programa Forestal Sucumb?os (PROFORS) in Ecuador durchgeführt (Jahresbericht 1998, 1999 und 2000).

Last updated on 2017-11-07 at 14:51