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Lernen in Differenzsituationen


Project Details
Project duration: 01/200012/2001


Abstract
Zentraler Anlaß für die Themenwahl der Arbeitsgruppe war eine Anfrage um wissenschaftliche Begleitung für vier nordhessische Grundschulen, die im Schulversuch "Neukonzeption des Schulanfangs" mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen arbeiten. Die Kultusministerkonferenz der Länder hat eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um Vorschläge zur Optimierung des Schulanfangs erarbeiten zu lassen. Hintergrund der Innovationsversuche ist die Beobachtung, dass die Unterschiede in der Entwicklung der Kinder, in den Lernvoraussetzungen und Verhaltensweisen - nicht zuletzt durch kulturelle Faktoren - immer größer geworden sind: Eltern und Schule sind verunsichert; immer mehr Kinder werden vom Schulbesuch zurückgestellt. So kommt es, dass die Schulanfänger immer älter werden. In die neue Schuleingangsstufe werden grundsätzlich alle schulpflichtigen Kinder ohne Feststellung der Schulfähigkeit aufgenommen. Der Verzicht auf Eignungsfeststellungen am Schulanfang führt hinsichtlich des Entwicklungsstandes der Kinder zu einer höheren Heterogenität. Dadürch ändern sich die Anforderungen an die Schule. Sie muß eine andere Einstellung zur Heterogenität einer Lerngruppe entwickeln und sich als fähig erweisen, mit der Unterschiedlichkeit der Kinder so umzugehen, dass alle Kinder in ihrem Lernen und in ihrer Entwicklung gefördert werden. Der jahrgangsübergreifende Schulanfang schafft die Voraussetzungen für eine "bewußte Entwicklungsbreite" und das intendierte, pädagogisch gewollte Lernen in Differenzsituationen.


Co-Investigators

Last updated on 2017-11-07 at 14:51