Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Die Rolle der regionalen Eliten für die Entwicklungsdynamik einer Region


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 07/200009/2005


Zusammenfassung
In Konzepten der Regionalentwicklung werden regionale Akteurinnen und Akteure immer stärker als aktiv Handelnde eingebunden, beispielsweise in Regionalforen oder Regionalkonferenzen. Im Zentrum dieses Forschungsprojektes steht die Akteursgruppe der regionalen Eliten, also Personen, die aufgrund ihrer Persönlichkeit oder Position die Entscheidungsprozesse in einer Region wesentlich gestalten. Gegenübergestellt werden Eliten in den Landkreisen Kassel und Freiburg. Diese Regionen wurden ausgewählt, weil sie sich durch jeweils unterschiedliche Entwicklungsdynamiken auszeichnen. Untersucht werden soll, welche Vorstellungen und Visionen die Eliten von der zukünftigen Entwicklung ihrer Region haben und in welchen Netzwerkstrukturen sie an der Verwirklichung dieser Vorstellungen mitwirken. Thematisiert wird insbesondere das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis der Regionalentwicklung: zum einen das Verhältnis zwischen Konzepten der Regionalentwicklung und den Handlungszielen und -spielräumen der regionalen Eliten und zum anderen die Frage, wie die Eliten ihre eigene Rolle und das Verhältnis zu anderen wahrnehmen und bewerten. Das Forschungsprojekt ist methodisch in drei Teile gegliedert. Zunächst werden für beide Regionen anhand der Strukturdaten die Entwicklungsverläufe der letzten zehn Jahre beschrieben. Anschließend werden die regionalen Eliten befragt, wie sie die Ausgangslage in der Region bewerten, auf welches Selbstverständnis sie sich als Akteurin oder Akteur in der Regionalentwicklung beziehen und welche Visionen einer künftigen Entwicklung der Region sie formulieren würden. Auf der Grundlage einer repräsentativen Telefonbefragung werden dann Bürgerinnen und Bürger befragt, wie sie die regionalen Eliten in bezug auf ihre Rolle in der Regionalentwicklung wahrnehmen.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:51