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Gruppenpuzzle im Physikunterricht der Sekundarstufe II


Project Details
Project duration: 05/200209/2005


Abstract
Nach der Selbstbestimmungstheorie der Motivation von Deci & Ryan kann intrinsische Motivation dadurch gefördert werden, dass die so genannten "grundlegenden Bedürfnisse" unterstützt werden. Dazu zählen das Erleben von Autonomie und Kompetenz sowie das Gefühl der sozialen Eingebundenheit. Wir gehen davon aus, dass die verwendete Unterrichtsmethode einen wesentlichen Einfluss auf die grundlegenden Bedürfnisse hat. Im Rahmen der so genannten Puzzlemethode arbeiten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst in den "Expertengruppen" in ein Teilthema aus den Bereichen Rasterelektronenmikroskop bzw. Mikrowellenofen ein. Anschließend werden die Gruppen so gemischt, dass in den "Unterrichtsgruppen" zu jedem Teilthema ein Experte ist. Diese Themen werden dann der Reihe nach den anderen Schülerinnen und Schülern erläutert. Erste Ergebnisse zur Unterrichtseinheit "Rasterelektronenmikroskop" zeigen, dass diese Unterrichtsmethode Autonomie- und Kompetenzerleben der Schülerinnen und Schüler fördert und im Vergleich zu Frontalunterricht zur Verbesserung von Interesse und Motivation beiträgt. Dies gelingt bei vergleichbaren Leistungen. Im laufenden Schuljahr steht dabei der Vergleich mit einem Lernzirkel als einer weiteren unstrukturierten Unterrichtsform im Mittelpunkt. Wir erwarten dabei Vorteile der Puzzlemethode, da die Schülerinnen und Schüler in den Expertengruppen wissen, dass sie anschließend unterrichten werden ("Lehr-Erwartung"). Die Untersuchung wird mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert und ist eine Kooperation mit PD Dr. Martin Hänze (Uni Kassel) und Prof. Dr. Klaus-Peter Wild (Uni Freiburg). Weitere Informationen zum Projekt "GRIPS II" von Dr. Roland Berger

Last updated on 2017-11-07 at 13:45