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Körper ? Verkörperung ? Entkörperung (Body ? Embodiment ? Disembodiment)


Project Details
Project duration: 20022003


Abstract
Die Körperlichkeit der Zeichen ist ein Thema, das seit der kognitiven Wende der Semiotik immer mehr zum Gegenstand zeichentheoretischer Reflexion geworden ist. Die Frage nach dem Wesen der Zeichenkörper und der Verkörperung von Zeichen stellt sich sowohl für die Angewandte Semiotik, die konkrete Formen der Körperlichkeit von Zeichen untersucht, als auch für die Theoretische Semiotik, welche das Wesen der Zeichenträger bei der Entwicklung adäquater Modelle der Zeichen zu bestimmen hat. Kaum von der semiotischen Forschung entdeckt, drohen im Zeitalter der digitalen Revolution die Körperlichkeit und Verkörperung der Zeichen bereits zu einem Thema der Vergangenheit zu werden. Angesichts der Virtualität der Zeichen sowie der Möglichkeiten der Simulation der Körper in den neuen Medien und in Anbetracht der Zukunftsperspektiven für veränderte Formen der Körperlichkeit der Zeichen in bioinformatischen Konstrukten künstlichen Lebens und in den Symbiosen der Zeichenverarbeitung, die sich zwischen menschlichen Körpern und Robotern abzeichnen, stellt sich heute die Frage nach der Entkörperung der Zeichen und deren Konsequenzen für die Prozesse der Semiose. Mit diesen Themen beschäftigten sich die rd. 200 Referenten des 10. Internationalen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) unter Leitung von Prof. W. Nöth, der in Verbindung mit der IAG Kulturforschung und mit Förderung der DFG im Juli 2002 an der Universität Kassel stattfand. Die Veröffentlichung von rd. 100 Referaten in Form einer CD-Dokumentation und einer Auswahl von ca. 20 Referaten in Form einer Buchpublikation wird derzeit von W. Nöth und G. Ipsen vorbereitet.


Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 14:52