Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Wissenschaft als Satire


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 08/199907/2009


Zusammenfassung
Das wissenschaftliche Leben entwickelt sich in eine Richtung, in der Satire zunehmend zu seiner Form und Substanz wird, nicht nur in den Wissenschaften selbst, sondern auch in der Organisation ihrer Forschungs- und Lehrprozesse, den Formen ihrer Kommunikation und Sozialisation, den Regularien und Normen ihres Betriebs. Nachgegangen wird dem Problem, daß Satire in dem Moment, wo sie zur allgemeinen Grundlage und zum Profilierungskriterium von Wissenschaft avanciert, sich selbst abzuschaffen droht. Untersucht wird in diesem Zusammenhang die Frage, wie ist eine Wissenschaftssatire der Wissenschaftssatire möglich. Das Projekt findet seine Vertiefung in der Bearbeitung von "Dummheit", die einem Ringkampf mit Proteus gleicht: Die Intellektuellen setzen die Narrenkappe den Unwissenden auf, und umgekehrt die Unwissenden den Intellektuellen. Dummheit kann das Leben sichern und Wissen dasselbe kosten. Sich-dumm-stellen gilt bald als wissenschaftliche Haltung, bald als der Zustand hinter dem Als-ob. Begonnen wurde mit der Zusammenstellung einer Anthologie ausgewählter Texte von Erasmus` "Encomium moriae" bis Harry G. Frankfurts "On bullshit".
In diesen Zusammenhang gehört auch der Entwurf eines integrierten BA/MA-Müllstudiengangs.


Projektleitung

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:45