Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Flughafenerweiterung, Konflikt und „Policy-Lernen”.


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 03/200502/2008


Zusammenfassung
Im Zentrum des Forschungsvorhabens, das sich insbesondere auf einen Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien stützt, steht die Frage, durch welche innovativen Steuerungsinstrumente und -modi Konflikte um Kapazitätserweiterungen an Flughäfen bearbeitet werden. Die Einführung von Konsultationen und Mediationsverfahren, aber auch Gebührenstaffelungen, verändertes Air Traffic Management und Kontingentierungen markieren einen Wandel von der Steuerung durch Hierarchie hin zu einer Governance durch kooperative wie wettbewerbliche Maßnahmen. Eine Bestandsaufnahme entsprechender Steuerungsinstrumente soll im Rahmen des Forschungsvorhabens in Beziehung zu Formen politischer Legitimation und Entlegitimation gesetzt werden. Hier besteht ? gegenüber ökonomischen und technischen Zugängen zum Luftverkehr ? aus politikwissenschaftlicher Perspektive der entscheidende Kausalzusammenhang: Die Einführung neuer Steuerungsinstrumente bei der Flughafenerweiterung und in der Luftverkehrspolitik wird aus politischen Legitimationskrisen begründet. Die leitende Vermutung des Forschungsvorhabens ist, dass sich lokale politische Konflikte um Flughafenerweiterungen in politischer Delegitimation maßgeblicher Akteure ausdrücken, welche dann in der neuerlichen Runde von Flughafenerweiterungen neue Steuerungsinstrumente einführen. „Policy-Lernen”, d.h. die Veränderung und Entwicklung von Steuerungsinstrumenten, geht somit auf politische Konflikte zurück.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:52