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Inklusions- und Exklusionsprozesse in der Hochschulausbildung bei der Entwicklung und Umsetzung von fachübergreifenden "Schlüsselqualifikationen" unter der besonderen Berücksichtigung von Geschlechterdifferenzen


Project Details
Project duration: 20042004


Abstract
Das Projekt untersuchte eines der meist diskutierten Studienreformvorhaben der letzten Jahre: Das Angebot der Vermittlung von "Schlüsselqualifikationen" wird vielfach als Antwort auf die Frage nach der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung der wissenschaftlichen Ausbildung verstanden. Es gibt einen breiten Konsens über die zunehmende Bedeutung von Schlüsselqualifikationen. Vor allem im Zusammenhang mit der Implementierung von BA-/MA-Studiengängen haben viele Hochschulen in Deutschland facherübergreifende Qualifizierungselemente in unterschiedlicher Form in ihren Studienprogrammen institutionalisiert. Als Schlüsselqualifikationen, Studium Fundamentale (Integrale) oder als Basiswissen existieren verschiedene Angebote, die in ihrer konzeptionellen Ausrichtung, in Inhalten, in Vermittlungsformen, in ihrer Verbindlichkeit erheblich differieren. Eins scheint allen diesen Konzepten gemein: Sie sind offensichtlich "geschlechtsblind". Weder berücksichtigen sie in ihrer Argumentation den Bedarf von Studentinnen, noch wird Bezug zu genderdifferenten Inhalten, Methoden und Vorgehen hergestellt oder der Effekt auf StudentInnen thematisiert, noch werden die Ergebnisse der Genderforschung über die Berufswahl von Frauen oder Männern, über Inklusions- bzw. Exklusionseffekte in der Hochschulausbildung, Studentinnen und Studium zu Kenntnis genommen. Zudem fehlt in der Diskussion die Rezeption der internationalen Erfahrungen zum Konzept und der Vermittlung studienbegleitender Qualifikationen, von "key skills" (Schlüsselqualifikationen) für Frauen.
Das Projekt hatte das Ziel, diesen Forschungslücken nachzugehen und Fragen für eine gendersensible Forschung über Schlüsselqualifikationen zu entwickeln.

Last updated on 2017-11-07 at 14:53