Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Neuentwicklung von Fassadenbekleidungen mit alternativen Fügetechniken unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 03/200403/2007


Zusammenfassung
Wissenschaftliche Fragestellung
Stand der Technik heute ist für die Bekleidung von Außenwänden die vorgehängte Fassade z.B. nach DIN 18515 (Fassadenbekleidungen aus Naturwerkstein, Betonwerkstoffen und keramischen Baustoffen) oder DIN 18516 (hinterlüftete Außenwandbekleidungen). Die Konstruktionen basieren auf metallischen oder hölzernen Unterkonstruktionen und handelsüblichen Plattenmaterialien aus Metall, Holz, Ton, Naturstein, zementgebundenen Platten, Acrylglas oder Glas etc. mit den jeweils erforderlichen Unterkonstruktionen zur Erlangung der Plattensteifigkeit. Die Befestigung erfolgt mechanisch mit Schrauben, Dübeln oder Spezialbefestigungen wie Klammern oder Knebel. Entsprechend der gewählten Wärmedämmung und Konstruktion wird die Bekleidung hinterlüftet oder nicht hinterlüftet ausgeführt, i.d.R. jedoch hinterlüftet.
Optimierungspotential zur heute üblichen Konstruktionsweise besteht z.B. hinsichtlich folgender Aspekte: ? Unterkonstruktion (aufwendige Dübeltechnik am Bau, Bohren mit Lärmemissionen verbunden) ? Gewicht (erforderliche Materialsteifigkeit ist meist mit Material verbunden) ? Aufbaustärke (hinterlüftete Konstruktionen, Unterkonstruktion mehrlagig, Plattenmaterialstärken) ? Eignung für Freiformen (Plattenmaterialien sind i.d.R. plan) ? Werkstoffanwendung (häufig Einsatz von Alu, Frage der Primärenergie)
Es soll ein alternatives Konstruktions- und Fügeprinzip für den Fassadenbau entwickelt werden. Die ganzheitliche Betrachtung schließt den Labenszyklus der Fassade ein, d.h. ? Herstellung ? Montage (Fügen) ? Umbau (Lösen und ggf. wieder Fügen) ? Abbruch und Entsorgen
Untersucht werden sollen die Bauteile und deren Befestigung als solches, wie auch Gesamtkonstruktionen als hinterlüftete und nicht hinterlüftete Fassadenelemente im Hinblick auf ? Lastabtrag und Konstruktion (optimierter Kraftfluss gem. Leichtbaudesign) ? Bauphysik (thermisch optimierte Unterkonstruktion, Solareinstrahlung etc.) ? Herstellungsprozess (u.a. elementierte Bauweise, Vorfertigung) ? Kosten (Erstellungs-, Betriebs- und Unterhaltungskosten) ? Gestalt
Im Sinne der Nachhaltigkeit ist der Schutz stofflicher und energetischer Ressourcen, Schutz des Klimas ebenfalls zu berücksichtigen. Bei der Untersuchung werden Lösungsstrategien der belebten und unbelebten Natur mit einbezogen (Bionik).


Projektleitung

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:53