Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Inflationsdifferenzen im Euroraum


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 04/200410/2005


Zusammenfassung
In einer Währungsunion sind Inflationsdifferenzen zwischen den Mitgliedsländern gleichbedeutend mit Veränderungen des realen Wechselkurses. Dies mag erklären, warum in jüngerer Vergangenheit die Inflationsdifferenzen innerhalb der Europäischen Währungsunion verstärkte Aufmerksamkeit in der akademischen Literatur gefunden haben. Der vorliegende Beitrag unternimmt eine Bestandsaufnahme der diesbezüglichen Diskussion. Nach einer kurzen Darstellung der Fakten wird gezeigt, dass die traditionellen Argumente „Preiskonvergenz” und „Balassa-Samuelson-Effekt” die beobachteten Inflationsunterschiede nicht hinreichend erklären können. Anhand eines neu-keynesianischen Makromodells werden strukturelle Unterschiede in den beteiligten Volkswirtschaften als Ursache für die Inflationsdifferenzen erläutert. Im Einzelnen sind dies länderspezifische Schocks in der Güternachfrage, die asymmetrische Wirkungsweise der Euro/Dollar-Entwicklung und die asymmetrische Wirkungsweise der einheitlichen Geldpolitik.

Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 13:45