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Die Investitionsentscheidung in Humankapital und der demographische Wandel


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Abstract
Der demographische Wandel der Gesellschaft führt dazu, dass die Zahl der Arbeitnehmer stark zurückgehen wird. Je nach unterstelltem Szenario gehen Prognosen davon aus, dass die Zahl der Erwerbspersonen bis zum Jahr 2050 um rund 8 Mio. sinken wird. In diesem Projekt soll analysiert werden, welchen Einfluss die Reduktion der Zahl der Erwerbspersonen in der Zukunft auf die heutige Entscheidung eines Individuums über die Investition in Humankapital erzeugt. Zur Analyse wird ein 2-Perioden Modell überlappender Generationen (OLG-Modell) verwendet. Es wird dabei deutlich, dass die Entscheidung über die Investition in Humankapital insbesondere von der Ausgestaltung des Systems der Sozialversicherung abhängt. Deshalb wird das Modell sukzessive erweitert, von der Variante ohne Sozialversicherung bis hin zu einer Sozialversicherung, bei der man von einer vereinfachten Form des deutschen Systems der gesetzlichen Rentenversicherung sprechen kann. Im deutschen System der gesetzlichen Rentenversicherung, welches als Umlageverfahren organisiert ist, hängen die Rentenzahlungen ab von den während der Erwerbsphase erzielten Jahreseinkommen und der Anzahl von Jahren, die eine Person erwerbstätig war und dementsprechend Beiträge geleistet hat. Darüber hinaus wird zu einem (wenn auch geringen) Teil die Ausbildungszeit angerechnet und als Beitragszeit angesehen. Dies bedeutet, die Rentenzahlung erhöht sich durch die Anrechnung von Ausbildungszeiten. Der Einfluss der verschiedenen Varianten der Sozialversicherungs-Modellierung auf die Investitionsentscheidung ist ein zentraler Bestandteil der Analyse.

Last updated on 2017-11-07 at 14:53