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Der Einfluss des demographischen Wandels auf die Renteneintrittsentscheidung


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Abstract
In den prosperierenden 1960er und 1970er Jahren wurden in vielen Industriestaaten die sozialen Sicherungssysteme immens vergrößert. Insbesondere die Ausgestaltung eines generösen Systems der Frühverrentung wird dafür verantwortlich gemacht, dass die Partizipationsrate von älteren Arbeitnehmern in den letzten Dekaden stark gesunken ist. In allen Ländern der OECD, außer in Island und Japan, ist die Partizipationsrate von Männern im Alter zwischen 60 und 64 Jahren in dieser Zeit um etwa 25% gesunken, in einigen Ländern sogar um 75%. In Deutschland liegt das durchschnittliche Verrentungsalter knapp unter 60 Jahren und damit mehr als 5 Jahre unter dem gesetzlichen Rentenzugangsalter. Mittlerweile existiert eine umfassende Literatur zum Thema Frühverrentung und den daraus resultierenden ökonomischen Anreizen. In der zu bearbeitenden Studie soll hingegen nicht nochmals die Frühverrentung ökonomisch analysiert werden. Vielmehr soll der Einfluss des demographischen Wandels auf die Renteneintrittsentscheidung von Individuen betrachtet werden. Um diesen Effekt unverzerrt analysieren zu können, wird kein spezielles System der Frühverrentung modelliert. Statt dessen wird in einem 2-Perioden Modell überlappender Generationen (OLG-Modell) mit Sozialversicherung eine endogene Renteneintrittsentscheidung modelliert. Darüber hinaus wird die Entscheidung über die Investition in Humankapital endogenisiert. Der demographische Wandel wird modelliert als Rückgang der Erwerbsbevölkerung in der Zukunft. Es wird zu analysieren sein, welchen Einfluss der demographische Wandel in der Zukunft auf die heutige Ausbildungs- und Renteneintrittsentscheidung eines Individuums erzeugt.

Last updated on 2017-11-07 at 13:45