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Ich erzählt. Zur Inszenierung des Erzählens in der Ich-Erzählung von Paul Val?ry bis Marguerite Duras


Project Details
Project duration: 01/200101/2007


Abstract
Thema und Gegenstand der Arbeit ist die Inszenierung des Erzählens in der Ich-Erzählung von 1890-1964. In diesem Zeitraum entwickelt die Ich-Erzählung - so die These - eine für sie untypische Erzähldynamik, die darin besteht, dass die Ich-Erzählung nicht mehr vornehmlich um das Leben des Ich kreist. Die Arbeit soll zeigen, dass vielmehr das Erzählen selbst einer Sache, das Bemühen um eine ästhetische Konstitution des Erzählgegenstandes oder gar andere Figuren im Mittelpunkt stehen. Der inszenatorische Aspekt des Erzählens dominiert den informativen, am Geschehen orientierten. Ziel ist es, eine Entwicklung der Erzählästhetik der Ich-Erzählung aufzuzeigen: Sie nimmt ihren Anfang in der Abkehr vom traditionell autobiographischen, konfessionellen oder allgemein apologetischen Erzählen, betont darauffolgend die Inszenierung der erzählten Welt und mündet schließlich zur Mitte des 20. Jahrhunderts in die Verwischung und Auflösung der Ich-Erzählinstanz. Methodologisch orientiert sich die Beschreibung und Untersuchung des Verhältnisses zwischen Erzähler und Erzählgegenstand an der Narratologie, der Rhetorik und dem Dekonstruktivismus.

Last updated on 2017-11-07 at 14:53