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Ökonomisches Geschlechterwissen in der Governance von Migration


Project Details
Project duration: 04/200703/2008


Abstract
Gegenstand des Forschungsvorhabens ist die Identifizierung von ökonomischem Geschlechterwissen in der Migrationspolitik sowie die Analyse der Relevanz dieses Wissens im Politikprozess. Das Projekt dient dazu, die Antragstellung von zwei größeren Projekten vorzubereiten.
Ausgangspunkt des Forschungsvorhabens ist das Spannungsverhältnis zwischen einerseits der gestiegenen öffentlichen Wahrnehmung der - eigenständigen - Migration von Frauen samt deren ökonomischem Beitrag, u.a. durch Rücküberweisungen und andererseits der Bezug auf ökonomische Migrationstheorien, denen Differenzierungen nach Geschlecht fehlen.
Das Ziel des Forschungsvorhabens ist daher, zu analysieren, welches Geschlechterwissen diesen ökonomischen Migrationstheorien zugrunde liegt, inwiefern es verzerrend auf die Analyse wird und die Governance von Migrations prägt. Unter Governance von Migration werden alle staatlichen und nicht-staatlichen Versuche der Regulierung des Zugangs, der Dauer sowie der Form und Bedingungen (z.B. Aufenthaltstitel und -bedingungen, Rechte) von Migration gefasst. Eine Aufarbeitung dieser Problematik wurde bislang von den in Frage kommenden Disziplinen nicht geleistet. Das Forschungsvorhaben ist an der Schnittstelle von Ökonomie, Politikwissenschaft und der interdisziplinären Frauen- und Geschlechterforschung, insbesondere in den Bereichen Wissens- und Wissenschaftsforschung sowie Migration und feministischer Ökonomie, angesiedelt. Die beteiligten WissenschaftlerInnen, die Projektbearbeiterin und die Kooperationspartnerinnen verfügen über die entsprechenden Qualifikationen.

Last updated on 2017-11-07 at 14:54