Projekt ohne Drittmittelfinanzierung

Modifizierung von linearem PMMA mit vernetzten PMMA-Kolloiden zur gezielten Veränderung der Werkstofffeigenschaften


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 03/200903/2012


Zusammenfassung
Im vorliegenden Projekt sollen sphärische, vernetzte PMMA-Kolloide mit variabler Größe und einstellbarem Vernetzungsgrad in eine Matrix aus linearem PMMA eingebettet werden. Lineare Ketten sollen so in die vernetzten Kolloide eindringen können. Die chemische Ver-wandtschaft der beiden Bestandteile sorgt dabei für deren Verträglichkeit, der variable Ver-netzungsgrad im Kolloid fördert eine kontrollierte Anbindung beider Bestandteile. Die Kom-ponenten werden sowohl als Kleinstmengen aus der Lösung gemischt wie auch unter Verar-beitungsbedingungen mit Extrudern. Die Extrusion erfolgt unter Berücksichtigung der extre-men Größenverhältnisse von Kolloid zu Verarbeitungsvolumen. Die Verteilung der Kolloide und deren Gestalt in der Matrix wird mit Neutronenkleinwinkelstreu¬experimenten und ggf. mit Elektronenmikroskopie analysiert, die molekulare Dynamik des Compositmaterials mit Kern-resonanzspektroskopie. Herausgearbeitete Einflüsse von gut charakterisierten Kolloiden und gezielt variierten Prozessbedingungen auf die Morphologie des Compounds ergeben zu-nächst ein besseres Verständnis der Einarbeitung von Kolloiden. Anschließend sollen Zu-sammenhänge zwischen der Struktur der quellbaren Kolloide und den rheologischen, kalori-schen und mechanischen Eigenschaften des Compounds ermittelt werden. Das Ziel ist die Präparation von Modellcompounds, die frei von spezifischen chemischen Wechselwirkungen sind und so grundlegende Untersuchungen an Kolloid-Polymergemischen ermöglichen und gleichzeitig zu einem interessanten Eigenschaftsprofil unter Erhalt der Transparenz und gu-ter Verarbeitbarkeit führen können.


Forschungsfelder


Zuletzt aktualisiert 2017-11-07 um 14:55