Drittmittelprojekt

Kulturelle Praxis nicht akademischer Arbeit in Mexiko (KuPraMex)


Details zum Projekt
Projektlaufzeit: 05/201904/2022


Zusammenfassung

Akteure aus der Praxis der Berufsbildungszusammenarbeit berichten häufig, der Erfolg ihrer Projekte sei durch ein ungünstiges Image bzw. problematische Einstellungen gegenüber beruflicher Bildung erschwert. Nichtakademische Ausbildung sei dann eine second best choice, die unter aversen Bildungswahl-, Einstellungs- und Investitionsentscheidungen leide. Dieses Phänomen, welches bislang etwas vage mit white collar syndrom beschrieben wurde, wollen wir für Mexiko analysieren. 
Wir möchten verstehen, welche kulturellen Praktiken und institutionelle Rahmenbedingungen z.B. Berufswahl-, Einstellungs- und Strukturentscheidungen prägen. Dazu nutzen wir neuere Ansäatz der deutschen Berufsbildungsforschung, der praxeologischen Kultursoziologie sowie Konzepte des soziologischen Neoinstitutionalismus.

Geplant ist die Untersuchung regionaler Berufsfelder, Unternehmen und Bildungsträger innerhalb der Einzugsbereiche des Modelo Mexicano de Formación Dual (MFD). In der Region Pachuca werden Fallanalysen in der Gastronomie und der Metalltechnik und in der Region Guadalajara im Tourismus und der Verwaltung durchgeführt.  
Erhoben werden a) subjektive Sinnkonstruktionen wie Erwartungshorizonte, symbolische Repräsentationen oder Stereotype zu Arbeit, die b) zu kollektiven Formen der Institutionalisierung von Arbeit und Beschäftigungsverhältnissen nichtakademischer Arbeit in Bezug gesetzt werden.


Zuletzt aktualisiert 2019-19-07 um 09:39