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Faktoren, Elemente und Probleme der sozio-kulturellen Identität deutschstämmiger Zuwanderer


Project Details
Project duration: 01/199012/1999


Abstract
Migration ist eines der politisch brisantesten Themen und wird Lebensqualität und wirtschaftliche Prosperität der nächsten Jahrzehnte in Europa und der Welt nachhaltig beeinflussen. In Deutschland existieren zwei Varianten der Einwan-derung. Beiden ist gemeinsam, daß die Immigranten hinsichtlich Sprache, Kul-tur, Religion oder Bildung einen anderen als den für Einheimische üblichen Hintergrund mitbringen. Aussiedlern ist im Gegensatz zu anderen Einwanderern jedoch eigen, daß sie rechtlich den einheimischen Deutschen gleichgestellt sind. Damit ist bei ihnen die Überlagerung von Unterschieden in Staatsbürgerschaft und in der Kultur aufgehoben, eine wichtige Voraussetzung für sozial- und verhaltenswissen-schaftliche Forschung. Nach einer Schilderung der historischen Hintergründe und der derzeitigen Le-benslage der deutschen Minderheiten in Südost- und Osteuropa werden im vor-liegenden Buch Akkulturationsprozesse nach der Aussiedlung für rund 280 Fa-milien aus Polen, Rumänien und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion hin-sichtlich der Veränderungen für die wichtigsten Kontexte (Familie, Arbeit, Frei-zeit, Wohnsituation) über vier Meßzeitpunkte dokumentiert. In einem dritten Teil folgen Analysen zur Entwicklung und Anpassung der Per-sönlichkeit bei Erwachsenen und Jugendlichen, also Veränderungen bei Wert-haltungen, Selbstkonzepten, Identitäten, Urteilen und Vorurteilen, Perspektiven auf die Zukunft sowie der psychischen Gesundheit. Den Abschluß bildet die Überprüfung mehrdimensionaler Modelle, welche ver-schiedene Aspekte des Integrationserfolgs in Deutschland behandeln und damit auch Schlußfolgerungen für die Politik erlauben.


Principal Investigator


Publications


Last updated on 2017-11-07 at 14:56