Externally funded project

Beraten, Vermitteln, Erinnern. Rollen von Frauen in hochmittelalterlichen Herrscherfamilien (919-1125)


Project Details
Project duration: 04/200112/2002


Abstract
Am Beispiel der sächsischen und salischen Kaiserhäuser (919-1024, 1024-1125) soll die politische, soziale und kulturelle Bedeutung weiblicher Angehöriger hochmittelalterlicher Herrscherfamilien untersucht werden. Im Zentrum des Vorhabens stehen die Fragen nach dem Einfluß der ottonischen und salischen Frauen auf die Reichspolitik und deren Funktion für die Herrschaftsrepräsentation und -sicherung. Neben den Königinnen und Kaiserinnen, deren politischer Einfluß in der Forschung gelegentlich thematisiert wurde, werden auch Herrschertöchter und weitere weibliche Angehörige einbezogen, die beispielsweise als Äbtissinnen in Reichsstiften wirkten und somit kulturelle und soziale Zentren leiteten, oder durch Eheschließungen Bindungen zu anderen Adelsgeschlechtern vermittelten. Zu fragen ist, inwiefern die Aufgaben und Handlungsspielräume der Frauen im familiären Bindungsgefüge von ihrer Geschlechtszugehörigkeitdeterminiert wurden, wie sie sich im Vergleich zu denen männlicher Angehöriger gestalteten, und welche Wandlungsprozesse sich diesbezüglich während der gut zweihundert Jahre ottonischer und salischer Herrschaft vollzogen haben. Kontinuitäten und Brüche in der Entwicklung der Frauenrollen sollen sichtbar gemacht und durch Vergleiche auf synchroner sowie diachroner Ebene (mit dem westfränkischen, angelsächsischen und byzantinischen Reich einerseits, der Karolinger- bzw. Stauferzeit andererseits) in einen größeren Zusammenhang eingeordnet werden.


Principal Investigator


Research Areas



Publications

2002
1998
1998
1997
1997
1997
1996

Last updated on 2020-13-07 at 12:02