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Wissenschaftliche Untersuchungen über Varianten der Abwasserableitung einer Hefefabrik unter dem Aspekt der Geruchsminimierung


Project Details
Project duration: 04/200707/2007


Abstract
Die stark geruchsintensiven Produktionsabwässer eines Hefewerkes werden gegenwärtig in das Kanalnetz indirekt eingeleitet. Infolge der Umstellung des Entwässerungssystems verlagerten sich die Geruchsemissionen, verbunden mit der Zunahme von Beschwerden bei den Anwohnern.
Eine Lösung des Problems ist denkbar durch Modifikation der jetzigen Abwasserführung dergestalt, dass das Abwasser über eine neu zu erstellende Druckleitung abgeleitet wird, so dass der bisher von Geruchsemissionen betroffen Bereich umgangen wird und das Wasser erst an einer Stelle in die Freispiegelkanalisation gelangt, an der die Verdünnung insgesamt sehr groß ist und ggfs. gleichzeitig die Kanalluft gezielt abgeleitet wird, so dass mit Belästigungen nicht mehr zu rechnen ist.
Zu untersuchen sind:
- Messtechnische Erfassung der Geruchsemissionspotentiale der verschiedenen beteiligten Abwässer
- Untersuchung des Einflusses eine Druckrohrleitung als neues Netzbestandteil; dies ist nur möglich durch Laborversuche an der Universität Kassel, bei denen eine Druckrohleitung halbtechnisch simuliert wird, so dass das Verhalten des Abwassers bei Ableitung über Druckrohrleitung im Versuch ermittelt werden kann
- Erstellung der Emissionsprognosen für die Übergabeschächte auf der Basis der vor-stehend beschriebenen Messungen
- Basierend auf den aus den drei vorgenannten Schritten gewonnenen Grundlagendaten kann dann für verschiedene Ableitungs-Szenarien eine Geruchsbilanzierung er-folgen
Darauf basiert dann die Gesamt-Bewertung verschiedener Lösungs-Szenarien aus Sicht ihrer Wirksamkeit und Nachhaltigkeit

Last updated on 2017-11-07 at 14:57