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Morphologischer Beitrag zur metrialen Drüse


Project Details
Project duration: 11/19971999


Abstract
Bei diesem Projekt handelt es sich um eine morphologische und funktionsanalytische Studie zu einem Gebilde, das als myometriale Drüse bezeichnet wird. Die myometriale Drüse ist keine Drüse im eigentlichen Sinne. Sie ist vielmehr eine Ansammlung von Zellen mit charakteristischen histologischenMerkmalen, die in der zweiten Hälfte der Trächtigkeit bei der Ratte in Erscheinung tritt und hauptsächlich um die Blutgefäße des mesometrialen Dreieckes angeordnet ist. Sie bilden ein Organsystem, für das SELYE (1935) den Namen "metrial gland" vorschlägt. Diese Zellen sind ein Bestandteil der dezidualen Reaktion und wurden bisher bei Ratte, Maus, Hamster, Meerschweinchen, Kaninchen, Primaten und Mensch beschrieben.

Über die Entstehung der metrialen Drüse gibt es unterschiedliche Meinungen:

- Bildung aus Bindegewebe oder glatter Muskulatur
- aus undifferenziertem Bindegewebe
- aus vergrößerten Endothelzellen der maternen Gefäße
- aus embryonalem Ursprung
- aus Zellen der lymphoiden Reihe

Auch über die Funktion der metrialen Drüse gibt es unterschiedliche Anschauungen:
- das in den Zellen enthaltene Glykogen dient dem Embryo als Nahrungsquelle
- Endothelzellen der metrialen Drüse werden in den Blutstrom freigesetzt und dienen somit der Ernährung des Embryos
- endokrine Sekretion, Relaxinproduktion
- Freisetzung lysosomaler Enzyme zur Auflösung des Bindegewebsnetzwerkes
- funktionelle Rolle beim immunologischen Schutz des fetalen Allografts

Mit Hilfe einer Serie von Präparaten der verschiedenen Entwicklungsstadien soll eine licht-, raster- und transmissionselektronenmikroskopische qualitative und quantitative Analyse der metrialen Drüse der Ratte vorgenommen werden. Es ist zu vermuten, daß metriale Drüsenzellen mit der Entwicklung des Fetus verbunden sind und als Teil des Immunsystems in der Gravidität angesehen werden können.



Principal Investigator

Last updated on 2017-11-07 at 14:58